Fünfzigſtes Kapitel.
nicht an Schlangen dachte, wenn es Roſen vor ſich ſah. Auch er hatte ſich in letzter Zeit geändert, auch ihn hatte der Dämon der Selbſtquälerei heimgeſucht. Wie hatte er bis hieher ſo ruhig, ſo vollkommen glücklich das liebliche Mädchen betrachtet, das um ihn ſpielte wie ein heiterer Sonnenſtrahl, das ſein Herz, ſeinen Geiſt erfreute wie ein friſcher Früh⸗ lingstag, an dem ja auch er ſeinen Antheil hatte, und den für ſich allein beſitzen zu wollen ja wohl keinem Sterblichen einfallen wird! Wie war ihm alles ſo wunderbar erſchienen, was ihr Blick getroffen, was ihre Hand berührt, eigenthüm⸗ lich verſchönert, faſt wie geweiht! Die Roſe, deren Duft das junge Mädchen genoſſen, erſchien ihm von einer eigenen, beſonders ſchönen Art; das Waſſer, welches von dem Spring⸗ brunnen auf ihre weiße Hand fiel, wenn ſie dieſelbe neckiſch darunter hielt, war für ihn klarer und reiner als alles, was er bis jetzt geſehen; Regentropfen, die ſich in ihrem dunklen Haare feſthängten, erſchienen ihm wie Perlen und Brillanten, und wenn er mit den Fingern leicht darüber fuhr, ſo konnte er ſich ordentlich kindiſch wundern, daß ſie vergingen und nichts davon zurückblieb.
O, er war ſehr glücklich geweſen, ſo glücklich, daß er keine Grenzen ſeines Glücks ahnte. Und als dieſe ſich ihm endlich zeigten, waren ſie ſo ſchroffer und drohender Art, daß er förmlich davor zurückſchauderte und nur noch die ſchwarzen Schatten ſah, welche ſie auf das bisher unabſehbare Gefilde ſeiner Glückſeligkeit warfen— finſtere, unheimliche Schatten, die ſich um ſein ſchönes, großes Herz legten, es zuſammen⸗ drückend, die ſein ſonſt ſo klares Auge mit trüben, garſtigen Schleiern bedeckten. Und durch dieſe Schleier erſchienen ihm
begreiflie licer F
Als heirathur einen Ie lcch geh welches und mi chen ge Schmer gerunge — ver
un dri zu drit
die M Cugen auf ſchien umga
und gleich
dem


