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26 Neununddreißigſtes Kapitel.
Glück ſeiner Mitmenſchen zu beſorgen. Laß alſo weiter hören.“
„Emma von W.“
Der Baron zog die Augenbrauen in die Höhe, nahm die Cigarre aus dem Munde und pfiff den Anfang eines Parade⸗ marſches.
„Nein, nein,“ ſagte er alsdann,„Fremont iſt Civiliſt und hat durchaus keine militäriſche Neigung.“
„Seht, wie ihr Männer boshaft ſeid! Jetzt hat das arme Mädchen eine leichte Liaiſon ohne Reſultat mit einem eurer guten Freunde gehabt—“
„Mit Cavallerie⸗Offizieren ohne Vermögen,“ ſagte Herr von Breda mit ſcharfer Betonung;„auch keine leichte Liaiſon, ſondern ein paar ſehr ſchwere Leidenſchaften. Und was die Chronique scandaleuse anbelangt, ſo kennt die Niemand beſſer als Fremont und ſein guter Freund Tondern. Nein, Julie, damit mußt du uns nicht kommen. Blättere um, blät⸗ tere um.“
„Dürfte es keine Wittwe ſein?“
„Das iſt Geſchmacksſache. Wittwen ſind gefährlich. Der Selige einer Wittwe, ſo ſchlimm er auch geweſen ſein mag, iſt in der zweiten Ehe immer ein Engel, und es iſt ſehr un⸗ angenehm, hören zu müſſen: Ja, damals war es doch ganz anders!“
Frau von Breda nickte mit dem Kopfe, und ihre Züge überflog ein ſchalkhaftes Lächeln.
„Gut denn,“ ſagte ſie,„ich will zugeben, daß deins Ab⸗ lehnungsgründe bis jetzt richtig waren. Nun will ich dir aber eine Partie für Fremont vorſchlagen, an welcher du durchaus
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