Achtunddreißigſtes Kapitel.
ſagte der Hausherr, von der Terraſſe zurückkommend.„Ver⸗ zeihe mir und mache meinen Fehler wieder gut, indem du ſo ſchnell wie möglich eine nimmſt.“
„Hier bei den Damen nie,“ erwiderte galant der Andere; „wenn du mir aber erlaubſt, einen Blick in deinen Winter⸗ garten zu werfen, ſo acceptire ich mit großem Danke.“
Dabei hatte er ſich erhoben und nahm eine Cigarre, die ihm George von Breda augenblicklich reichte, indem dieſer dabei ſprach:„Das verſteht ſich von ſelbſt, wenn es dir Ver⸗ gnügen macht; der Garten fängt an, ſich wieder zu beleben, die warme Sonne bricht ſchon mächtig herein und zaubert uns hier einen Vorfrühling.“
„Gib mir mein Buch, liebe Eugenie,“ ſagte die Tante. „Der Baron wird mich entſchuldigen. Du kannſt auch mit den Herren gehen, wenn du willſt.“
Das junge Mädchen ſchaute einen Moment in die Höhe, und ihre Augen trafen zufällig einen Blick von Onkel George, worauf ſie der Frau von Breda das Buch reichte, ſie auf die Stirn küßte und dann an der Seite des Hausherrn, der den Baron Fremont voranließ, der Terraſſe zuging. Dabei legte ſie leicht ihre Hand auf ſeine Schulter.
Die Drei traten in den Wintergarten, und Baron Fre⸗ mont ließ ſich mit einer bewundernswürdigen Geduld wieder einmal die ganze Einrichtung deſſelben, ſo wie jede neue Pflanze und alles, was in den letzten Tagen empor geblüht war, zeigen.
Es gehört in der That viel Freundſchaft und guter Wille dazu, einem Gartenliebhaber in ſeinem Enthuſiasmus nur halbwegs zu folgen; denn alles das, was dieſer mit dem
größten Intereſſe betrachtet und uns zeigt, ſehen wir für


