Teil eines Werkes 
4. Bd. (1858)
Entstehung
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Achtunddreißigſtes Kapitel.

Das brauchſt du ihr nicht ernſtlicher zu ſagen, be⸗ merkte heiter George von Breda;ich verſichere dir, eine Heirath zu Stande zu bringen, iſt für jede Dame eine der liebſten Beſchäftigungen, und wenn du dir meine Frau zur Unterhändlerin erbitteſt, ſo läßt ſie, wenigſtens für eine Zeit lang, ſelbſt ihre Bücher im Stich und begibt ſich ſogar wieder in die Geſellſchaft.

Das würde ich auch thun, meinke die Frau vom Hauſe.Vertrauen Sie mir ganz, Baron, ſetzte ſie lächelnd hinzu, indem ſie ſich in ihren Fauteuil zurücklehnte und die Hände über einander legte.

Eugenie hatte das Buch ihrer Tante geöffnet und las mit großer Aufmerkſamkeit darin.

Es ſcheint, ſprach Baron Fremont etwas verwirrt, Sie nehmen meine leichte Aeußerung von vorhin für Ernſt. Ja, wenn ich ſo die Sache recht betrachte, fuhr er nach einer Pauſe fort, während welcher er vergeblich verſucht, in das Auge des jungen Mädchens zu blicken,ſo iſt es doch ſo allein in der Welt ein zweckloſes Leben. Gewiß, gnädige Frau, ich will dieſe Angelegenheit recht aufmerkſam überlegen, bin aber verſichert, wenn ich eines Tages vor Sie hinträte und Sie um Ihre Hülfe bäte, da würden Sie ſich Ihres halben Verſprechens gar nicht mehr erinnern wollen.

George von Breda, den dieſes Geſpräch etwas Weniges langweilen mochte, ging an die Thür des Wintergartens, um ſeine ausgebrannte Cigarre in einen auf der Terraſſe ſtehen⸗ den Kübel zu werfen.

Das junge Mädchen, bisher ſehr vertieft in ihre Lectüre, hob den Kopf etwas in die Höhe und blickte Onkel George nach, was aber Baron Fremont nicht zu bemerken ſchien; denn