10 Achtunddreißigſtes Kapitel.
Er ſchien ſich den Rath ſeines Freundes, des Herrn von Tondern, zu Nutze gemacht zu haben, denn er trug eine an⸗ dere Weſte mit weniger auffallenden Knöpfen; auch waren ſeine Bewegungen äußerſt ruhig und ſein Geſicht faſt ernſt, als er ſich nach dem Befinden der Frau von Breda erkundigte. Nur während er Eungenien eine tiefe Verbeugung machte, blitzte es ſo freundlich auf ſeinem Geſichte, daß ſeine weißen Zähne ſichtbar wurden. Dem Baron reichte er die Hand und ließ ſich auf einen Fauteuil nieder, den ihm der kleine Reitknecht auf einen Wink des Herrn von Breda hinſchob.
Nachdem Baron Fremont erfahren, daß ſich ſämmtliche Anweſende des beſtens Wohlſeins erfreuten, auch dagegen ver⸗ ſichert, daß er ſelbſt durchaus keinen Grund zu irgend einer Klage habe, ſagte er:„Beinahe wäre ich vor Ihrem Hauſe wieder umgekehrt, denn ich zog meine Uhr hervor und be⸗ merkte, daß es eben erſt Elf vorbei ſei; ich fürchtete, Sie beim Frühſtück zu überraſchen.“
Er hatte bei dieſen Worten ſchon angefangen, die gol⸗ dene Kette um ſeinen Finger zu wickeln, ließ ſie aber augen⸗ blicklich wieder fahren, da er ſich noch zur rechten Zeit des Geſprächs von heute Morgen erinnerte.
Die Baronin gab auf Fremont's Bemerkung zur Ant⸗ wort:„Und wenn Sie uns wirklich beim Frühſtück überraſcht hätten, ſo ſähe ich darin gerade kein Unglück. Sie hätten vielleicht ein Couvert acceptirt oder ſich nichts daraus ge⸗ macht, ſo zu aſſiſtiren. Wir hätten auf jeden Fall dabei ge⸗ wonnen.“
„Gnädige Frau ſind zu freundlich für mich geſinnt,“ verſetzte Fremont geſchmeichelt.„Doch hätte ich heute auf kei⸗ nen Fall ein Couvert acceptiren können, da ich noch vor
Kurz könnt mach freun und
mandh auf
das
mene einer ſchüc Tan Häu
ange


