Baron Fremont. 7
Dieſer zuckte mit den Achſeln und entgegnete:„Jedes 5 nach ſeinem Geſchmack; vielleicht, daß enie doch Freude daran gefunden hätte.“
Während ſeine Frau vorhin dem jungen Mädchen von dem Förſterhauſe erzählt, hatte ſich George träumend mit demſelben Gegenſtande, nur ganz anders, beſchäftigt. Auch er hatte ſich in Gedanken nach dem alten Jagdſchloſſe verſetzt 9⁹ und ſah den großen Saal vor ſich mit ſeinem weiten Kamine, in welchem die mächtigen Holzblöcke praſſelten und flammten; auch die Hunde, welche ſeine Frau ſo ſehr verabſcheute, lagen auf dem Boden, den Kopf auf die Vorderpfoten gedrückt, und in ihren großen, glänzenden Augen ſtrahlte der Wiederſchein 1 der Flamme. Eungenie hätte mich begleiten ſollen, dachte er 1 dabei.— Und nun ſah er das ſchöne Mädchen auf dem alten
Stuhle von geſchnitztem Eichenholze ruhen, den Kopf in die
Hand gelehnt, mit den lebhaften Augen vor ſich hinſchauend und gern anhörend, was von der heutigen Jagd erzählt wurde.
Und dann trat der andere Morgen vor ſeine Phantaſie. Der Himmel war klar und die Luft kalt; aber ſie erſchien lachend mit ſanftgeröthetem Geſichte auf der Treppe des Schloſſes und ſchwang ſich mit ſeiner Hülfe in den Sattel. Dann zogen ſie dahin, aber er war an dem Tage ein ſchlech⸗
3 ter Jäger; ſie plauderte ſo vergnügt und ritt auch ſo dicht ' neben ihm, daß es ihr gar keine Mühe machte, ihre kleine Hand auf die Mähne ſeines Pferdes zu legen; er drückte zu⸗
weilen die ſeinige darauf, um ſie vor der Kälte zu ſchützen, und ſo ritten ſie einen einſamen Waldpfad, plaudernd, lachend,
Eins das Andere anſchauend.
So träumte er. Und dann krachte es im Gebüſche, ſo
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