Teil eines Werkes 
4. Bd. (1858)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Baron Fremont.

5

Ja, glücklich, weil ich im Grunde wenig Bedürfniſſe habe; darin beſteht das wahre Glück. Wir dagegen, wandte ſich Herr von Breda an Eugenie, möchten lieber mit eigenen Augen erfahren, wie es in der Welt ausſieht, und wollen dann meinetwegen ſpäter etwas Geſcheidtes darüber leſen, um uns dadurch wiederholt alle ſchönen Momente ins Gedächtniß zurückzurufen. Es iſt ſchade, nahm die Baronin nach einer Pauſe das Wort,daß du vergangenen Herbſt deine Jagden nicht ſelbſt abgehalten haſt, wie du das ja ſonſt zu thun pflegteſt. Du hätteſt ja ein paar Bekannte einladen können, und es würde Eugenie gewiß ſehr amuſirt haben, einige Zeit da draußen in dem romantiſch gelegenen Jägerhauſe all das Getümmel mit 6 zu erleben. Der Baron ſchaute lächelnd auf das junge Mädchen, und als er ſah, wie ſie ihn fragend anblickte, zuckte er mit

den Achſeln und antwortete ſeiner Frau:Ja, wenn du eine Freude daran gehabt hätteſt, Julie, ſo würde mich das aller⸗ dings ſehr amuſirt haben. Ich? meinte Frau von Breda.Gott ſoll mich be⸗ 8 wahren! Du weißt wohl, daß das vollkommen gegen meinen Geſchmack iſt. Dazu muß man Neigung haben wie Eungenie. Ich verſichere dich, Kind, wandte ſie ſich an dieſe,ein paar 1 Tage lang habe ich es einmal probirt, als hier gebaut wurde 6 und George mich bat; da waren wir draußen auf dem Jäger⸗ hauſe. George von Breda ſpielte mit ſeinem Meſſer auf dem 1 Teller und verſank, während ſeine Frau ſprach, in tiefes Nach⸗ ſinnen. Es war ein kaltes, unheimliches Wetter, fußhoch lag