Teil eines Werkes 
4. Bd. (1858)
Entstehung
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4 Achtunddreißigſtes Kapitel.

der Gärtner wollte mir dieſe Blüthen geben, und da rief ich Friedrich, er möchte ſie für die Tante auf den Frühſtückstiſch beſorgen.

Der Groom hatte nicht übel Luſt, ſich ſo weit zu ver⸗ geſſen, die Ausſage der jungen Dame zu bekräftigen. Doch begegnete er glücklicherweiſe einem Blicke des Herrn, der zu⸗ fällig aufſchaute, weßhalb er ſich beeilte, den ſchon aufgeſperr⸗ ten Mund ſchleunigſt wieder zufallen zu laſſen.

Ich war im Wintergarten, fuhr Eugenie fort,und ſprach mit Herrn Brenner; ich erinnerte ihn daran, daß wir uns häufig draußen geſehen, vor Jahren, und daß er mich bei Papa verklagt, als ich einmal die Hunde losgelaſſen und mit ihnen in den Wald gegangen war, um zu jagen; ich denke noch gerne daran.

Und das hat dir damals Freude gemacht, mein Kind? fragte Frau von Breda.Sieh, das begreife ich nun nicht. Ich leſe gern von den Jagden fremder Länder und kann mich dabei für dieſes oder jenes Abenteuer intereſſiren; auch amuſirt es mich, eine gut geſchriebene Streiferei durch unſere Wälder in einem Buche zu finden; aber ſelbſt dergleichen mitzumachen ich weiß wohl, es gibt Damen genug, die das gern thun das wäre mir unmöglich. Ja, wenn ich einmal im Frühjahr oder Sommer, was zuweilen vorkommt, durch den Wald fahre oder eine intereſſante Gegend bereiſe, ſo macht es mir das größte Vergnügen, dabei aus einer Lecture zu erfahren, was ein Anderer ſich beim Betrachten dieſes Waldes, dieſer Ge⸗ gend gedacht.

Du biſt ſehr genügſam, Julie, meinte der Baron,und glücklich in deiner Genügſamkeit.

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