Teil eines Werkes 
4. Bd. (1858)
Entstehung
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Baron Fremont. 4 3

ner regen Phantaſie nach den Bergen hinaus blickſt, ſo wirſt du Heimweh nach ihnen bekommen, und wenn das iſt, ſo müſſen wir allerdings ein bischen mit dir hinaus gehen, damit du auch die Welt zu ſehen bekommſt. Nicht wahr, Julie?

O ja, entgegnete Frau von Breda.Und davon werde ich alsdann auch profitiren. Onkel George iſt ſchwer zu irgend einer Reiſe zu bewegen, und du kannſt dir was darauf ein⸗ bilden, daß er dir eine verſpricht.

Sie ſagte das mit dem beſten Humor, und ohne irgend

einen anderen Ton in ihre Stimme zu legen.

Während deſſen ſervirte der Kammerdiener die einfachen Schüſſeln, aus denen das Frühſtück beſtand, und Friedrich ſtand an der Thür, die ins Haus führte, um die überflüſſigen Teller wegzutragen.

Eugenie wandte ſich nach ihm um, winkte ihm, näher zu kommen, und fragte ihn nach dem Teller mit den Orangen⸗ blüthen.

Der kleine Reitknecht hatte denſelben auf ein Nebentiſch⸗ chen geſtellt und brachte ihn jetzt eilig herbei.

Siehſt du, ſagte der Baron zu ſeiner Frau,was Eugenie für Sachen macht! Da bricht ſie mir meine koſtba⸗ ren Blüthen ab, und weiß doch, wie ſehr ich mich darüber freue, wenn ſie an den Bäumen bleiben.

Ein plötzlicher Schatten fuhr über die ſo heiteren und glücklichen Züge des jungen Mädchens, blieb aber keine Se⸗ kunde dort, und dann ſprach ſie fröhlich wie zuvor:O, Onkel George, du machſt nur Scherz. Nicht wahr, es war nicht dein Ernſt? Wie ſollte ich etwas thun, was dir unangenehm wäre? Gewiß nicht, gewiß nicht! Nein, die Sache iſt ſo: