Ecarté und Orangenblüthen. 279
genau beobachten wird, zu früh au fait deiner Abſichten zu ſetzen.“
Er ſprach dieſe letzten Worte ſehr langſam und von einem ſo ſarkaſtiſchen Lächeln begleitet, daß der Andere darauf auf⸗ merkſam werden und ſeinen Freund wohl verſtehen mußte, weßhalb er demſelben denn auch zur Antwort gab:„Da kommt wieder dein alter Wahnſinn zu Tage, den du uns ſchon bei Graf Helfenberg Preis gegeben. Ich verſichere dich, du thuſt George Unrecht.“
„Verſichere du nichts,“ entgegnete Tondern,„ſondern mache deine Augen auf und beobachte.“
„Darauf kannſt du dich verlaſſen,“ verſetzte Baron Fre⸗ mont mit vieler Selbſtgefälligkeit, worauf er noch einen Blick in den Spiegel warf und dann ſeinen Hut nahm und ſich empfahl.
Herr von Tondern blieb zurück, öffnete ſein Schränkchen und rauchte die beſte Cigarre, die er beſaß.——
Wir haben den gleichen Weg mit dem Baron Fremont, halten es aber für angemeſſener, demſelben voraus zu eilen, was uns um ſo leichter wird, da er ſich mit unſerer Schnel⸗ ligkeit nicht meſſen kann, obendrein auch noch für einen Augen⸗ blick nach ſeiner Wohnung zurückkehrt.
In der kürzeſten Zeit erreichen wir das Haus George's von Breda und beſinden uns dort im Wintergarten, ohne daß eine Thür geknarrt, ohne daß Jemand dort von unſerer An⸗ weſenheit nur die geringſte Ahnung hätte.
Die Jahreszeit war ſchon ſo weit vorgerückt, daß ein guter Gärtner in der Decoration ſeiner Glashäuſer etwas zu leiſten vermochte; und neben anderen minder lobenswerthen Eigenſchaften konnte man Andreas nicht abſtreiten, daß er


