Teil eines Werkes 
3. Bd. (1858)
Entstehung
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278 Siebenunddreißigſtes Kapitel.

Es iſt ſo Mode; mein Schneider hat es nicht anders gethan.

Wer wird ſich von ſo einem Menſchen was vorſchreiben laſſen! verſetzte Herr von Tondern wegwerfend.Da muß man immer calmiren; ich für meine Perſon haſſe alles Bunte, alles Auffallende. Apropos, du willſt alſo heute zu Breda's?

Der Baron nickte mit dem Kopfe.

Nimm einen Rath von mir an, fuhr der Andere fort. Mache nicht deine gewöhnliche, etwas auffallende Tournure, benimm dich außerordentlich ruhig und lache nicht zu viel; es thut nichts, wenn die junge Dame deine ſchönen Zähne auch ein paar Mal weniger ſieht. Sie iſt ein geſcheidtes Mädchen, darauf kannſt du dich verlaſſen, von einer geſunden Natürlichkeit, die alles gemachte Weſen ſcheut. Noch Eins, wenn du mir es nicht übel nehmen willſt.

Nur zu, nur zu! lachte der Baron.

Du haſt eine verfluchte Gewohnheit, ſprach Tondern weiter,wenn du einmal einen längeren Satz ſprichſt, mit dem Zeigefinger der rechten Hand die Kette deiner Uhr auf und ab zu wickeln; laß das bleiben, denn wenn man dich öfters darüber ertappt, ſo muß man das unbedingt lächerlich finden. Ferner

Du benimmſt mir meine ganze Sicherheit, Tondern, hör anf, hör auf! rief der Baron.

Ich kann dir das Ferner nicht erlaſſen, fuhr der Andere mit großer Ruhe fort,es iſt das Wichtigſte. Wirf dich an⸗ fangs, der jungen Dame gegenüber, nicht zu ſehr ins Zeug; ein Mädchen ihrer Art kann das nicht leiden, und dann halte ich es auch für überflüſſig, unſeren guten George, der dich