Ecarté und Orangenblüthen. 277
ſo furchtbar abgebrannt, ſo geld⸗ und kreditlos, daß es mir wahrhaftig Mühe machen würde, einen anſtändigen Wagen aufzutreiben, um zu Braachens hinaus zu fahren.— Doch brauche ich das jetzt ja auch nicht, da ich dein Pferd haben kann.“
„Sei aber vorſichtig!“ bat der Baron, indem er ſeinen Kaſſenſcheinen, die der Andere gleichmüthig einſteckte, einen Blick des Bedauerns nachſandte.„Ihm kann man ſchon mit dem Hausthor winken, aber die Baronin iſt eine feine Frau.“
Tondern zog die Augenbrauen in die Höhe, und ſein Ge⸗ ſicht zeigte eine Miene des Mitleids, als er antwortete:„Nun, die Worte hätteſt du dir erſparen können; du ſollteſt Tondern genugſam kennen, um zu wiſſen, daß er jeden Schritt, den er in einer ſo delikaten Angelegenheit thun wird, vorher aufs genaueſte prüft und überlegt.“
„Nun ja, wir kennen uns freilich,“ antwortete Baron Fremont begütigend.„Aber wo ſo viel auf dem Spiele ſteht, da hält man es nicht für überflüſſig, ſogar ſich ſelbſt, den man doch für am zuverläßigſten hält, eine gute Lehre zu geben. Warum alſo nicht auch einem Andern?— Doch ſage mir jetzt,“ ſprach er in ganz anderem Tone, indem er ſich gegen den Spiegel drehte,„ſehe ich gut aus? Aber ſei ehrlich.“
Tondern that ein paar Schritte gegen den Freund und verſetzte, nachdem er denſelben einen Augenblick von der Seite betrachtet:„Aha, du willſt deinen Angriff heute noch begin⸗ nen? Ja, ja, du ſiehſt ganz gut aus; nur ſind die Knöpfe deiner Weſte etwas auffallend, ich mag das für meine Perſon nicht leiden.“


