272 Siebenunddreißigſtes Kapitel.
Name iſt bekannt, ſo auch, daß ich ein ziemliches Vermögen beſitze, und du ſelbſt wirſt mir zugeben müſſen, daß, wenn ich, Baron Fremont, heute um die Hand des Fräuleins Eugenie von Braachen anhalte, alle Welt ſagen wird: das Mädchen macht eine gute Partie.— Nun, ſei ehrlich und ſprich dage⸗ gen. Wird man daſſelbe von dir auch ſagen können?“
Tondern zuckte die Achſeln und entgegnete:„Du weißt, daß ſich die Sachen geändert haben; allerdings wäre mir mit der Heirath, die ich mit einem armen Mädchen einginge, nicht gedient; aber wir wiſſen, daß Eugenie reich iſt.“
„Wir wiſſen das allerdings, aber Niemand anders darf und ſoll das wiſſen,“ ſprach Baron Fremont und legte auf den letzten Satz eine ſtarke Betonung.„Sei vernünftig, Tondern,“ fuhr er nach einer Pauſe in wohlwollendem Tone fort;„du weißt, wie gut ich es ſtets mit dir gemeint, wie freundſchaftlich ich dich in jeder Beziehung behandelt habe. Gib nach, laß deinen Eigenſinn fahren, der uns alle Beide nur von dem gewünſchten Ziele entfernen kann.“
„Spielen wir, ſpielen wir!“ ſagte der Andere unerſchüt⸗ terlich.
„Wenn du willſt, die Partie um hundert Thaler, aber nicht um das Andere.“
„Jetzt biſt du eigenſinnig!“ rief Herr von Tondern lachend.„Was Teufel! es iſt das ſo ein bequemes Auskunfts⸗ mittel, um allem Streit ein Ende zu machen. Auch weißt du ja ſelbſt, das du im Ecarté ein unwandelbares Glück haſt. Geh her.“
„Nein, ich mag nicht.“
„Du wirſt doch: denn ich verſichere dich feſt und theuer, ich nehme keine andere Uebereinkunft an. Wie kannſt du auch


