Teil eines Werkes 
3. Bd. (1858)
Entstehung
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Ecarté und Orangenblüthen. 271

benswürdiges Mädchen, iſt mit einem Male eine reiche Erbin geworden..

Was wir Beide allein wiſſen, ſprach Tondern mit Beziehung.

Weßhalb denn Einer von uns Beiden, fuhr der Baron kopfnickend fort,ſie zu heirathen wünſcht.

Allerdings, Einer von uns Beiden.

Und um zu entſcheiden, wer das ſein ſoll

Schlage ich eine vernünftige Partie Ecarté vor.

Und ich Vernunft und ruhige Ueberlegung. Eine gleichzeittige Bewerbung um das junge Mädchen haben wir Beide für unpaſſend gehalten. Wozu uns auch eine Concur renz machen, die am Ende zu nichts führen kann? Es wurde alſo beſchloſſen: Einer bewirbt ſich um ſie, und der Andere unterſtützt ihn, ſo viel es in ſeinen Kräften ſteht.

Das wurde allerdings beſchloſſen; der Glückliche erhält ihre Hand, der Andere wird angemeſſen entſchädigt.

So iſt es, ſprach ruhig Baron Fremont.Der minder Glückliche erhält nach der Heirath des Andern ein Kapital von ſechzigtauſend Thalern. Nun entſtand die Frage: wer ſoll ſich um die Hand Eugeniens bewerben? Und da meine ich doch, es wäre ſelbſtredend, daß der es ſein ſollte, der auch einige Chancen des Gelingens für ſich t. Und das bin ich, um ohne Umſtände zu reden. Wir ſteh hier ſo bei einan⸗ der, daß es bei dem wichtigen Geſchäfte, welches wir vorha⸗ ben, durchaus nichts hilft, wenn wir uns Complimente machen.

Und das thuſt du auch in der That nicht, ſagte Ton⸗ dern mit einem ſarkaſtiſchen Lächeln.

Der Sache zu Lieb, verſetzte Baron Fremont mit großer Ruhe.Ich bin in einer unabhängigen Stellung, mein