Teil eines Werkes 
3. Bd. (1858)
Entstehung
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Die Czrabowsti’ſchen Güter. 263

Der Held aller dieſer Wünſche und Hoffnungen ſah wohl aus dem veränderten Benehmen des Banquiers, ſowie deſſen Frau, welche letztere ihn auch bisher ſtets mit einer gewiſſen Scheu und Zurückhaltung behandelt hatte, daß ſich irgend etwas begeben haben mußte, was zu ſeinen Gunſten ſprach. Welches Ereigniß dieſes eigentlich geweſen, darüber hatte der Graf Czrabowski längere Zeit nur ganz unbeſtimmte Vermuthungen, bis er eines Tages den Herrn von Tondern auf der Straße traf, und dieſer ihm lachend zum Vater General, ſowie zu den Gütern bei Rachow, namentlich aber zu den Bärenjagden gratulirte.

Tondern hatte überhaupt eine gewiſſe Zuneigung zu Czra⸗ bowski, die er ſich ſelbſt nicht geſtehen wollte; es war etwas in dem abenteuerlichen Leben des vermeintlichen Grafen, was ihm zuſagte, und er hätte ſich mehr mit ihm eingelaſſen, wenn Czrabowski gleich Mittel und Wege gefunden hätte, ſich mit einem gewiſſen Aplomb als Erbe der immenſen Güter an der Weichſel darzuſtellen und ſo ſich in die Geſellſchaft zu lanciren. So aber war er ein bischen ſchofel in die Reſidenz gekommen, man hätte ihm können den Schneider nachweiſen, wo er ſeine ſehr verdächtigen Kleidungsſtücke abgelegt und darauf mit einem eleganteren Anzuge, der freilich beinahe den Reſt deſſen, was er beſaß, verſchlungen, wieder zum Vorſchein gekommen war.

„Es iſt eigentlich ſchade um ihn,“ murmelte Tondern, als er den Andern verließ,„hätte ſich wohl ein bischen höher lan⸗ ciren können, als da ſeine Zeit mit einem obſcuren Bürger⸗ mädel zu vertändeln. Und wohlverſtanden ſeine ganze Zeit; ein paar Stunden, das möchte noch angehen. Nun, Jeder nach ſeinem Geſchmacke.“

Czrabowski alſo erfuhr nun zum erſten Mal in ſeinem