Teil eines Werkes 
2. Bd. (1858)
Entstehung
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Dreiundzwanzigſtes Kapitel.

zum Dolche Rubens bereit ſein würde, ihm bei der Errettung der Unglücklichen beizuſtehen.

Der Doktor hatte ruhig ſeine Pfeife geraucht und warf auch zuweilen einen ſchlauen, lächelnden Blick auf den Spa⸗ nier, in deſſen Geſichtszügen er wohl las, daß etwas für denſelben Wichtiges ſeine Seele bewege.

Ich habe, ſagte Don Larioz nach einer Pauſe,mich

neulich wieder einmal mit altſpaniſcher, eigentlich mauriſcher Literatur beſchäftigt und ſuche ſchon lange den Namen eines Weiſen, von dem viel vortreffliche Sprüche im Munde des Volkes leben; aber ich ſuche ihn vergeblich.

Der Teufel mag auch dieſe mauriſchen Namen behalten, verſetzte lachend der Arzt;namentlich für uns Deutſche iſt das ſehr ſchwer. Das muß euch Spaniern ſchon leichter wer⸗ den; das klingt Ben Hamet, Ben Homet oder Ben Humet, Triangeli oder Sperangeli, was weiß ich? Meine Kenntniß eurer ſo ſchönen Sprache beſchränkt ſich leider nur auf ein paar Worte, die ich obendrein von Ihnen habe, vortrefflicher Don, zum Beiſpiel Caracho, was, glaube ich, nichts ſehr

Schönes bedeutet.

Man ſagt das allerdings nicht häufig in guter Geſell⸗ ſchaft, bemerkte der Schreiber.

Olla potrida, fuhr der Doktor luſtig fort, nund vor allen Dingen, was ich früher am häufigſten von Ihnen ge⸗ hört: Carbanzos.

Ah, Carbanzos! wiederholte der Spanier, und ſeine Augen leuchteten.

Ihr Leibgericht, das Wort erweckt Ihnen wohl ange⸗ nehme Erinnerungen? Ich glaube dicke Erbſen und Speck. Sie ſtrahlen ordentlich.

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