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284 Dreiundzwanzigſtes Kapitel.
daran ſein und der Herr Larioz ſich veranlaßt finden, der Sache nachzugehen.“
„Und was gibt es denn?“ fragte dieſer.„Nun laßt hören.“
Halb und halb war der Tiger froh, daß er jetzt mit der Sprache heraus mußte; was er ſagen wollte, hatte ihn ſchon lange auf dem Herzen gedrückt; nur wußte die alte Magd, daß Herr Larioz durchaus nicht abergläubiſch war und gar nichts von Hexen, Geiſtern und Geſpenſtern hielt. Deßhalb ſagte ſie auch:„Der Gottſchalk iſt halt ein Bub, und wenn man ihm das Geringſte erzählt, ſo macht er eine große Ge⸗ ſchichte daraus.“
„Und was habt Ihr ihm denn erzählt?“ fragte ernſt Herr Larioz.„Es ſcheint ſchwer aus Euch heraus zu gehen.“
„Ja, ich habe ihm nur geſagt,“ entgegnete der Tiger, während er anfing, ſeine Schürze in kleine Falten zu legen —„und daß es wahr iſt, darauf können Sie ſich verlaſſen— es iſt mirj jetzt nämlich einige Mal Abends paſſirt, daß ich von hier aus nach Hauſe gegangen bin.“
„Das paſſirt Ihr wohl jeden Abend?“
„Ja, das paſſirt mir alle Abend. Wenn ich alſo nach Hauſe gegangen bin, ſo habe ich zuweilen geſehen, das heißt
nur in den letzten Tagen, ſo lange Herr Larioz krank ſind,
daß in der Schreibſtube drunten ein Licht war.“
„Nun, was weiter?“
Die Magd ſchluckte heftig, denn ihre Erzählung, da ſie in ihrer Phantaſie Geiſter und Geſpenſter hinein ver⸗ wob, erſchien ihr natürlicher Weiſe weit graulicher, als jedem Andern.
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