Teil eines Werkes 
2. Bd. (1858)
Entstehung
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In der Schreibſtube. 17

mit vornehmen können, die Schuldklage im Betrage von vierhundert Gulden, wie ich glaube, gegen die Maler in der Burggaſſe. Wo ſind die Papiere? Sie erinnern ſich wohl?.

Herr Larioz reichte kopfnickend einen Aktenfascikel, welchen der Rechtsconſulent nahm und ihn aufſchlug.

Richtig, es ſind vierhundert Gulden, ſagte er alsdann. Schuldner: Maler Gebrüder Breiberg; Gläubiger: Erd⸗ winkel. Die Breiberg haben, durch uns eingeklagt, die Schuld anerkannt. Der Termin iſt fruchtlos abgelaufen und die Sache alſo zur Execution reif. Doch erſucht mich Erdwinkel in dem hier beiliegenden Schreiben, ehe man zur Execution ſchreite, einen Verſuch zu machen, auf gütlichem Wege Ab⸗ ſchlagszahlungen zu erhalten. Ich will Erdwinkel ſchon den Gefallen thun und bitte Sie alſo, den Breiberg's ins Ge⸗ wiſſen zu reden. Der eine von ihnen ſoll ein erxaltirter, eigenthümlicher Geſelle ſein, mit dem ſchwer fertig zu werden iſt, der andere es dagegen verſtehen, die Leute durch ſüße Redensarten hinters Licht zu führen. Man verſuche aber, was zu machen iſt, und da ich es in Ihre Hände gebe, bin ich überzeugt, Sie werden Ihr Mögliches thun.

Nachdem der Rechtsconſulent ſeinem Schreiber dieſe Com⸗ miſſion aufgetragen, zog er ſich, piele Geſchäfte vorſchützend, in ſein Kabinet zurück, nicht ohne einen Blick auf Gottſchalk zu werfen, der mit einer rührenden Schnelligkeit fortkritzelte.

Herr Larioz warf ſeinen Mantel über, nahm die Hand⸗ ſchuhe und ſein Fenle Rohr, vergaß aber, dem kleinen

Schreibergehülfen ſein Pͤnſum aufzugeben, und trat auf die

Straße. Als er ſo in Regen und Schnee dahin ſchritt, dachte 2.

Hackländer, Don Quixote. II.

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