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14 Fünfzehntes Kapitel.
räthin und die blaſſe Kaufmannswittwe, Mehreres von den Streitigkeiten vernommen und daß die Sache nur dann auf nichts zu reduciren war, wenn man ſich in nächſter Zeit mit dem Hausherrn in beſter Eintracht ſehen laſſe. Auch trugen die Lamentationen Babettens, die ſich für ein Schlachtopfer anſah, dazu bei, das Gemüth der beiden Damen zur Nachgiebigkeit zu ſtimmen. 1
Das Reſultat der Beratbungen droben zeigte ſich denn auch alsbald und zwar noch, während der Rechtsconſulent, entſchloſſen zu den furchtbarſten Maßregeln, am Fenſter ſeiner Schreibſtube ſtand.
Der Tiger ſtreckte ſeinen Kopf zur Thür herein und er⸗ ſuchte den Herrn, einen Augenblick in ſein Bureau zu kom⸗ men. Ahnte dieſer, was er dort finden würde,— genug er waffnete ſein Geſicht mit dem Ausdrucke ernſter Entſchloſſen⸗ heit und trat ſo— ſeiner Frau entgegen, die in Shawl und Hut neben dem kleinen Sopha ſeines Privatzimmers ſtand.
So leicht es Fürſten wird, geiſtreich zu erſcheinen und die Herzen ihrer Unterthanen zu gewinnen, ebenſo braucht ſich eine einigermaßen kluge Frau nicht viel Mühe zu geben, um als verſöhnendes Prinzip zu erſcheinen und aus allen Strei— tigkeiten ſiegreich hervorzugehen. So auch hier. Die Rechts⸗ conſulentin, von ihrer erfahrenen Frau Mutter gehörig in⸗ ſtruirt, ſprach ein paar ſo paſſende Worte zur Einleitung, daß ſich die trotzigen, entſchloſſenen Mundwinkel ihres Herrn und Gemahls abwärts ſenkten und einen Zug der Wehmuth annahmen.
War er doch glücklich über den ehrenvollen Rückzug, den man ihn aus ſeiner angreifenden Stellung nehmen ließ, ja, er reichte 8 Sen zur Verſöhnung, und der Hausfriede
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