In der Schreibſtube.
die Rechtsconſulentin
giebig geſtimmt worden ſein, genug, gnügt und Madame
hatte ſich mit einem gelinden Weinen be Weibel ſtarr an den Himmel hinauf geſehen, als forſche ſie nach etwas Blitz und Donner, die von dorther zur gelegenen Zeit herabfahren möchten. Aber die verdroſſenen Wolken thaten nichts als langweilig fortregnen, weßhalb Madame Weibel mit einem kräftigen Ruck ihre Morgenhaube bis über die Ohren herabzog und ſich, eingehüllt in ihr Bewußtſein, niederſetzte. Darauf war der Rechtsconſulent an ſeinen Schreibtiſch
gegangen, hatte den Lohn der Babette gezählt, hatte ihr ein Zeugniß geſchrieben, daß Babette Schmiermel während ihrer zweijährigen Dienſtzeit weder geſtohlen noch betrogen habe, ſer furchtbaren Waffe in das Eßzimmer zu⸗
und war mit die „Hier iſt der Lohn und
rückgekehrt, worauf er alſo geſprochen: ein Zeugniß für Babette; ſie hat mir, wie ihr Beide wißt, geſtern Abend grobe, unverſchämte Antworten gegeben, ohne darüber nachträglich ein Zeichen der Reue zu verrathen“—
das war ein Einleitungspunkt—„mag ſie gehen und mich verklagen, es ſoll mir eine wahre Freude ſein, einen Prozeß gegen dieſe Perſon höchſtſelbſt zu führen.“
Als er ſo geredet, hatte Herr Plager ſchleunigſt ſeinen Rückzug genommen, worauf die beiden Damen einigermaßen beſtürzt zurückgeblieben waren und worauf Babette, weinend über ihr Schickſal, eben nicht dazu beigetragen hatte, ihre Stimmung angenehmer zu machen. Man berathſchlagte eifrig und lange; man verhehlte ſich nicht, daß man ſich ſchon wegen Clementinens und Herrn Schilder in einer Lage befand, wo es angenehm und wünſchenswerth war, den Herrn des Hauſes in guter Laune zu erhalten; man wußte wohl, daß einige der
Gäſte des gemiſchten Thee's, namentlich die ä Juſtiz⸗
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