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Sgrate flüchtig einen guten Morgen wünſchte und dann im
In der Schreibſtube.
er die eine Hand auf die Fenſterbrüſtung und ließ den Kopf herabhängen.„Leider kann ein Einzelner nicht viel thun und muß ſich auf große Kämpfe gefaßt machen, wenn er, allein mit Wahrheit gerüſtet, dem Trug und der Falſchheit der gan⸗ zen Welt entgegentreten wollte. Es wäre ein ſchöner Kampf,“ ſetzte er träumeriſch hinzu,„ein ſchöner Sieg oder ein glor⸗ reiches Untergehen.— Vor Allem aber merke dir einen Spruch,“ fuhr er nach einer Pauſe im gewöhnlichen Tone fort,„der dir viel nützen kann: Was du ſagſt, muß wahr ſein, aber es iſt nicht thunlich, alles zu ſagen, was wahr iſt.“
„Ja, das hat mein Vater auch ſchon gemeint, wenn er ſagte:
Das Maul halten zu rechter Zeit, Hat weder Narren noch Weiſe gereut.“
„Ja, ja, ich kenne das; dein Vater hat zuweilen ſonder⸗ bare Ueberſetzungen.— Es iſt ſchon gut,“ ließ ſich Herr Larioz abermals nach einer Pauſe vernehmen, da ihm das Geſpräch mit Gottſchalk etwas zu weitläufig zu werden ſchien. Auch wandte er ſich ſeufzend vom Fenſter ab, trat vor ſein Schreib⸗
pult und gab auch dem Knaben durch eine bezeichnende Hand⸗
bewegung zu verſtehen, ſich an ſeine Arbeit zu machen. Doch hatte, was dieſe Arbeit anbelangte, Gottſch alk heute
einen guten Morgen; denn kaum hatte er nach mehrmaligen
mühſamen Verſuchen das Papier in die richtige Lage gebracht, auch unter vielen untauglichen Federn endlich eine brauchbare gefunden, hatte die Dinte beinahe zu Schaum gerührt und mit faſt flehentlicher Geberde nach der Thür gehorcht, ob ſich dort nicht vielleicht ein Klopfer vernehmen laſſe, den er zurecht⸗ weiſen könne, als ſich mit einem Male die Thür zum Zimmer des Hechtsconſulenten öffnete und dieſer ſelbſt heraustrat, ſeinem
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