In der Schreibſtube.
zu ſprechen, die da im Stande iſt, ein trauriges Herz fröhlich zu ſtimmen, ſo müſſen wir hinzuſetzen, daß der rauhe, windige und naſſe Herbſttag dagegen die Verſtimmung des Herrn Larioz ſichtlich vermehrte..
Als die Beiden das Bureau erreichten, fanden ſie auf dem Vorplatze den Tiger, der ſich bemühte, ein kleines Feuer in dem Ofen anzumachen, welcher im Zimmer des Rechtscon⸗ ſulenten ſtand. Wenn die froſtige, feuchte Schreibſtube der beiden Anderen ſchon an einem ſonnigen Tage wie ein gries⸗ grämiger Alter ausſah, den man mit Gewalt zu einem mürri⸗ ſchen Lächeln zwingt, ſo konnte man heute bei dem niederſtrö⸗ menden Regen, bei dem troſtloſen Halbdunkel, welches das Licht des Tages nicht zu verdrängen im Stande war, auf die Idee kommen, über der Eingangsthür würden die bekannten Worte:
Laßt alle Hoffnung hinter euch! einen paſſenden Platz finden.
Herr Larioz lehnte ſeinen Stock in eine Ecke, hängte Paletot und Hut an den hiefür beſtimmten. Nagel und ſtellte ſich mit über einander geſchlagenen Armen an die angelaufenen Fenſter. Der Anblick des Hofes war indeſſen, wir möchten ſagen: glücklicherweiſe, noch trauriger als der im Innern des Zimmers; hatten ſich die ſchwarzen ſpitzen Giebel in der Nacht wirklich vorwärts gelehnt, oder täuſchten Regen und Schnee, der ſie dicht verſchleierte— genug, man konnte glauben, die umherſtehenden alten ruinenhaften Häuſer blickten mit Selbſt⸗ ardge een die Kehrichthaufen im Hofe. Sogar dieſe letzteren ſchienen ein Gefühl ihres Elends zu haben, denn der Regen, der ſich oben in den Vertiefungen ſammelte, lief wie in


