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Polniſcher Punſch. 331
nicht noch Schlimmeres ſagte. Doch hatte er mit ſeinen Worten in ein Wespenneſt geſtochen.
„Habt ihr's gehört?“ kreiſchte Madame Weibel, indem ſie auf ihn zutrat.„Habt ihr's gehört? Und das muß ich alte Frau mir von dem Knechte deines Mannes ſagen laſſen!“
Da öffnete ſich abermals die Thür, und haſtig und mit bleichem Geſichte trat der Rechtsconſulent in das Zimmer, die Hände wie flehend erhoben.
„Da kommt der Rechte!“ höhnte die Schwiegermutter, indem ſie eine laute Lache aufſchlug,„jetzt werdet ihr ſehen, wie er ſeinen Helfer in Schutz nimmt.“
„In Schutz werde ich jeden nehmen, dem in meinem Hauſe Unrecht geſchieht,“ entgegnete der Hausherr nach einem tiefen Athemzuge in ſehr leiſem, aber doch verſtändlichem Tone. „Zuerſt aber frage ich euch“— und dabei zitterte ſeine Stimme —„ſeid ihr denn gänzlich von Gott verlaſſen, hier ſo zu ſchreien und alle Welt aufmerkſam zu machen?— Um des Himmels willen gebt doch Ruhe!“
„Ruhe wird hier nie einkehren,“ rief die Schwiegermutter, „und was die Welt ſagt, iſt mir gleichgültig!“
„Ja, was die Welt ſagt, iſt uns gleichgültig,“ kreiſchte nun auch die Rechtsconſulentin, welche den ganzen Abend die Dulderin geſpielt und nun ins andere Extrem überſprang.
„So ſchreit ins Teufels Namen!“ rief der Rechtsconſulent bebend vor Zorn.—„Larioz, gehen Sie nach Hauſe, wir ſprechen morgen darüber.“
„Ja, er ſoll gehen, das Ungeheuer!“ rief Madame Plager weinend,„er, der mich und meine Kinder, ja, meine ganze Familie unglücklich machen möchte— dein ſchlechter Helfers⸗ helfer, dein— o pfui!“
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