Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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Polniſcher Punſch. 327

daß man ſich ſelbſt in der geordnetſten Haushaltung nicht immer auf ſeine Mägde verlaſſen könne.Die Babette, ſagte ſie,iſt ſonſt wirklich eine ganz brauchbare Perſon, aber ſorg⸗ fältig nach den Etiquetten auf den Flaſchen zu ſehen, das hält auch ſie für überflüſſig. Nur daß der polniſche Graf nicht wieder kam, war die einzige Klippe, an welcher das Lä⸗ cheln des Hausherrn, ſowie die Geiſtesgegenwart der Schwie⸗ germutter zu ſcheitern drohte. Glücklicher Weiſe erſchien in dieſem Augenblicke, wie wir ſchon vorhin geſagt, Babette mit der Punſchbowle und Herr Schilder mit freudeſtrahlendem Geſichte; glücklicher Weiſe, wiederholen wir, ging Herr Schilder auf Madame Weibel zu und ſagte ihr leiſe einige Worte, welche die alte würdige Dame mit einigem Erſtaunen, aber mit einem Erſtaunen des Stolzes und der Freude zu vernehmen ſchien. Sie machte ein wehmüthig verklärtes Geſicht, reichte dem jungen Fabri⸗ kanten die Hand und ſprach alsdann zur Juſtizräthin, die einigermaßen finſter darein ſchaute und der es durchaus nicht gefallen wollte, daß in einem Hauſe, welches ſie mit ihrer Gegenwart beehrte, unerklärliche Dinge vorkommen ſollten: Sehen Sie, ſo ſind dieſe jungen Leute; läßt man ſie nur eine Minute allein, ſo paſſirt immer etwas. Es paſſirt etwas? fragte lauernd die Gerechtigkeit. Ja, ſtellen Sie ſich vor, Frau Juſtizräthin, entgegnete Madame Weibel, ſich umſchauend, mit ſo lauter Stimme, daß es wenigſtens ein Dutzend der nah und fern Stehenden hören konnte,da hat dieſer böſe Schilder den Augenblick benutzt, um meine Tochter Clementine in der Küche um ihr Jawort zu bitten. Ah! machte die Juſtizräthin enttäuſcht, denn auch ſie