Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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Polniſcher Punſch. 325

die ſie von unten herauf ſchmachtend auf ihn richtete; auch ver⸗ ſchloß er ſeine Ohren nicht, ſondern er nahm ihre Worte, ob⸗ gleich ſie ihm wie ein ſüßes Gift erſchienen, in ſein Herz und war verloren.

Und Sie konnten glauben, ſchluchzte ſie mit einem ſehr gut gemachten krampfhaften Zittern ihres Körpers,was Ihnen ſchlechte Menſchen zugeflüſtert? Sie, dem ich ſo viele Be⸗ weiſe meiner Freundſchaft gegeben? Sie konnten mich verdammen? Sie, an deſſen Urtheil mir ſo viel liegt? ,O, wie iſt die Welt ſo ſchlecht!

Bei den letzten Worten machte ſie einige ſchwache An⸗ ſtrengungen, ſich los zu winden, doch der arme Herr Schilder, wie eine Fliege im Netz der klugen Spinne gefangen und ſich freuend über ſeine Gefangenſchaft, hielt ſie feſt und feſter, ja, er wagte es, ſeinen Kopf hinab zu beugen und ſie auf die Stirn zu küſſen. Wie ſchreckhaft zuckte ſie zuſammen! Wie war ihm dieſes ſchreckhafte Zuſammenzucken ein ſicherer Beweis, daß ſich der lange Schreiber vorhin geirrt und daß dieſes Mädchen nicht im Stande ſei, ſich von einem hergelaufenen Grafen bei der Zubereitung eines polniſchen Punſches küſſen zu laſſen! Ja, er fühlte ſich außerordentlich glücklich, ſein Herz ſchlug ſchneller, und er ſagte mit bewegter Stimme:Seien Sie ruhig, Clementine, es war ja nur meine Liebe zu Ihnen, die mich hieher trieb, und nur an Sie will ich glauben, wenn ich ſo glücklich ſein darf, Ihre Gegenliebe zu erhalten.

Da wand ſie ſich leicht aus ſeinen Armen, ſchaute ihn mit einem unausſprechlichen Blicke an und lispelte ſanft er⸗ röthend wir können nicht anders, als uns in dieſem ſchönen Augenblicke des Romanſtyls zu befleißigen ſie wand ſich alſo aus ſeinen Armen, ihr Blick war unausſprechlich, ſie, er⸗