Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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Polniſcher Punſch. 321

Mittel ſchlagen, doch war es zu ſpät. Clementine, die jedes Wort verſtanden hatte, und der es in der Speiſekammer anfing zu eng und unbehaglich zu werden, glaubte den Zeitpunkt gekommen, wo ſie mit einigem Eclat ſiegreich hervorbrechen könne. Und das that ſie denn auch; ſie ſtürzte weinend an den Hals ihrer Mama, indem ſie ſagte:Ach ja, es iſt nur die helle Bosheit von dem Schreiber, er hat an der Küchenthür gelauſcht und uns abſichtlich erſchreckt. O, das iſt ſchändlich.

Ja, es iſt ſchändlich, murmelte der polniſche Graf, der bis jetzt für gut befunden hatte, ſtillſchweigender Zuſchauer

zu ſein. Ja, ſehr ſchändlich! ſprach die Schwiegermutter mit Pathos.Schändlich über alle Beſchreibung Sie langer,

nichtsnutziger Menſch!

Es war gut, daß der Rechtsconſulent in dieſem Augenblicke ſeine Hand auf den Arm des Herrn Larioz legte und ihm ernſt⸗ lich ſagte:Ich wünſche jetzt Ruhe, wir wollen das morgen unterſuchen, worauf der Schreiber einen tiefen Athemzug that und ſich dann verneigte.

Leider hatte die Toilette des Fräuleins Clementine Weibel in der rauchigen Speiſekammer einigen Schaden gelitten, was nicht dazu beitrug, die gute Laune der beiden Damen zu er⸗ höhen. Clementine wollte in ein fortgeſetztes Weinen verfallen, was ſich aber der Rechtsconſulent verbat, indem er ſie erſuchte, ihre Toilette ſo gut als möglich zu corrigiren und dann zur Geſellſchaft zurückzukehren. Er zitterte, wenn er daran dachte, daß man drinnen Vermuthungen ſchöpfen könne, oder daß die blaſſe Kaufmanns⸗Wittwe etwas verſtanden. Deßhalb ſagte er mit ſehr eindringlicher und feſter Stimme, obgleich er ganz

Hackländer, Don Quixote. I. 21

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