Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Vierzehntes Kapitel.

Was ich dort ſuchte, habe ich gefunden, entgegnete Herr Larioz mit großer Ruhe.

Der Rechtsconſulent hatte bis jetzt kein Wort geſprochen, nur hatte er ſämmtliche Anweſende mit ſtrengem Blicke betrach⸗ tet, der ſich aber in einen ängſtlichen verkehrte, als er hinter ſich die Salonthür geöffnet und das Geſicht der blaſſen Kauf⸗ manns⸗Wittwe ſah, die neugierig heraus horchte.

Gehen wir hinein, ſprach er eilig,gehen wir alle hinein dummes Zeug! Ich bitte, meine Herren, gehen wir hinein!

Und Fräulein Clementine? fragte Herr Schilder einiger⸗ maßen zur Unzeit.

Laſſen Sie meine Tochter, wo ſie iſt, ſagte ſtreng Madame Weibel.Und Sie, wandte ſie ſich an Larioz, haben doch wohl gehört, was Ihnen mein Schwiegerſohn be⸗ fohlen? Machen Sie, daß Sie aus meiner Küche fortkom⸗ men, Sie! DieſesSie war mit einem ſo giftigen Blicke begleitet, daß jeder Andere unfehlbar davor zurückge⸗ wichen wäre.

Der lange Schreiber aber, der dieſen Blick kannte und nicht fürchtete, zuckte lächelnd die Achſeln und ſprach zu Herrn Schilder:Kommen Sie, ſonſt haben wir Beiden noch das größte Unrecht begangen.

Das haben Sie auch, entgegnete ungemein erbost die Schwiegermutter; denn ihrem geübten Verſtande war es ſchon im erſten Augenblicke klar geworden, um was es ſich handelte. Was haben Sie an Küchenthüren zu horchen und Andere noch dazu zu veranlaſſen!.

Der Rechtsconſulent, der klüger war und ruhigeres Blut' beſaß, als ſeine Schwiegermutter, wollte ſich begütigend ins