7 Polniſcher Punſch. 313
und her und ſagte, nachdem er einen langen Blick auf den jungen Mann geworfen:„Ja, ja, die Welt liegt ſehr im Argen; man muß aber nicht Alles ſo ſchwer nehmen.“
„Ja, wenn man's nur leicht nehmen könnte! Es iſt eigentlich närriſch von mir, nicht wahr, daß ich die Geſellſchaft verlaſſe und Sie hier in Ihrer ſtillen Einſamkeit überfalle? Ich weiß auch nicht, wie das gekommen iſt; ich wollte nur dem polniſchen Punſch aus dem Wege gehen.“
„Dem polniſchen Punſch?“ fragte Herr Larioz und blickte in die Höhe.
„Ach ja, Herr Graf Czrabowsli thut der Geſellſchaft die Ehre an, in der Küche mit Fräulein Clementine einen polni⸗ ſchen Punſch zu brauen.“.
„Ah ſo, ah ſo!“ erwiderte Herr Larioz und ſchaute gedan⸗ kenvoll nach der Thür, aber nicht nach der, zu welcher Herr Schilder eingetreten war.
„Tante iſt in der Küche,“ ſagte Louiſe,„da will ich ihr helfen gehen.“
„Ich auch,“ meinte Fritzchen.
Und beide Kinder waren im Begriff, von ihren Stühlen herab zu ſteigen. Der lange Schreiber blickte fragend auf ſein Gegenüber, und Herr Schilder wollte ſchon ziemlich er⸗ leichtert ſagen:„Thut das, Kinder,“ als er den Blicken des Anderen begegnete und darin etwas zu leſen ſchien, was er erſt dann verſtand, als Herr Larioz nun mit großer Ruhe ſprach:„Man muß in der Welt klar ſehen, das iſt die Haupt⸗ ſache— bleibt nur da, Kinder, ihr würdet draußen nur geniren.“
Hätte das jeder Andere im Hauſe geſagt, ſo würden die Kinder erſt recht in die Küche gegangen ſein; aber vor dem


