Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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14 Erſtes Kapitel.

Deine dummen Reden habe ich gehört, was iſt denn ums Himmels willen geſchehen?

O, ich Elender! rief zähneklappernd der Schneider; und da er in dieſem Augenblicke ſeinen Kopf in die Kiſſen verbarg, ſo klang ſeine Rede nur wie ein dumpfes Murmeln und Gurgeln.Dem Teufel hab' ich gerufen, er ſolle den Gottſchalk vor meinen Augen holen und der Teufel hat ihn geholt.

Zacharias, du biſt ein Narr! ſprach die Frau ſcheinbar mit großer Entſchiedenheit, doch hatte ihre Stimme nicht den gewohnten feſten Klang.

Er hat ihn geholt! ſtöhnte der Meiſter.Sah ich ihn doch vor dem Fenſter ſtehen in ſeiner rothen Höllenlivree; ſah ich doch ſein grinſendes Maul, die Hörner auf ſeinem Kopfe und die Krallen, mit denen er den Gottſchalk ergriffén. Oh! oh! oh!

Wenn du nicht plötzlich übergeſchnappt biſt, Zacharias, ſo weiß ich nicht, was du geſehen.

Den Teufel! den Teufel! O, daß ich ein Sünder bin, daran habe ich ja nie gezweifelt.

Das iſt wieder einmal ein vernünftiges Wort, erwi⸗ derte die Frau, wobei ſie, obgleich ſcheu um ſich blickend, doch die Bänder ihrer Nachtmütze feſt anzog und, wenn auch lang⸗ ſam, Anſtalt machte, aus dem Bette aufzuſtehen.

Der Teufel! der Teufel! jammerte der Schneider. Aber bin ich ſo verworfen, daß er es wagt, vor mir zu er⸗ ſcheinen? Bin ich nicht fromm geweſen, wie Einer, habe die Betſtunde beſucht, habe fleißig beigeſteuert zu Bibel⸗ und Miſ⸗ ſions⸗Geſellſchaften, habe ich das nicht, Frau? Gib du ſelbſt mir das Zeugniß.