Teil eines Werkes 
4. Bd. (1870)
Entstehung
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Berichtet Erichs Unglück 279

mals von dem gräflichen Jäger gefangen genommen worden war, Blanda begegnete, die, ſchöner und lieblicher geworden, als ſie ſelbſt vor ſeiner treuen Seele geſtanden, ihm entgegen⸗ ſtürzte, ſeine beiden Hände ergriff, um gleich darauf willenlos an ſeiner Bruſt zu ruhen und ihm zuzuflüſtern, daß ſie ihn jetzt nimmer, nimmer von ſich laſſe.

Man erlebt oft merkwürdige Dinge im wirklichen ſo wie im wachen Traume, und hier, am Schluſſe unſerer Erzählung vom letzten Bombardier angekommen, dürfen wir den geneigten Leſerinnen, die ſich für dergleichen ganz beſonders intereſſiren, die Verſicherung geben, daß Erich's Traum nicht nur beinahe. buchſtäblich in Erfüllung gegangen iſt, ſondern auch zu ſeinem und Blanda's Glück und Heil.

Für ſolche unſerer geneigten Leſer aber, die ſich nicht be gnügen wollen, an Träume zu glauben, deren Erfüllung wir auch noch ſo feierlich garantiren können, für Leſer, die gern Alles Schwarz auf Weiß beſitzen, wollen wir noch ein paar Bruchſtücke mittheilen aus Briefen der Gräfin Clotilde See⸗ feld an ihre Freundin Blanda ſo wie aus einer Antwort von Blanda Freiberg an die Gräfin Clotilde Seefeld, zwei Bruch⸗ ſtücke von Briefen, welche eigenthümlicher Weiſe im Anfange und am Ende von einer merkwürdigen Aehnlichkeit ſind, ob gleich der Inhalt gänzlich verſchieden iſt.

Meine theure, inniggeliebte Genovefa, ſchrieb die Gräfin Seefeld, ‚ich habe es denn in dieſem Frühjahre trotz alledem wieder durchgeſetzt, das reizende Baden⸗Baden zu beſuchen warum auch nicht? Was kann ich dafür, daß Dagobert dieſen lieblichen Ort mit ſeinen angenehmen geſellſchaftlichen Verhält⸗ niſſen unleidlich findet! Ich zwinge ihn ja nicht, mich zu be