Teil eines Werkes 
4. Bd. (1870)
Entstehung
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278 Sechs undvierzigſtes Kapitel.

man über eine Idee, über ein Project nachdenkt, das uns außer⸗ ordentlich viel Vergnügen verſpricht.

Ach, es war ein herrlicher Abend, durch den der glück⸗ liche Erich fuhr, Concert im Graſe, Concert in den Büſchen; luſtig ſingende Vögel und ſchrillende Cicaden wurden durch den melodiſch zuſammen ſtimmenden Ruf der Fröſche in ent⸗ fernten Teichen abgelöst, und dieſe verſtummten dann ſpäter wieder aus Ehrfurcht und Zuneigung vor der ſüßen Stimme der ſchluchzenden, klagenden Nachtigall.

Dabei träumt es ſich ſo ſüß, wenn man aufwärts blickt an den nach und nach dunkler werdenden Nachthimmel, wo, wie unſeren lebhaften Gedanken folgend, immer wieder neue Stern⸗ bilder hervorſpringen und ſo unſere Phantaſieen aufs glänzendſte verwirklichen.

Erich träumte von einer glücklichen Zukunft, die er ſich aber ſelbſt begründet hatte durch einen ungeheuren Fleiß, durch eine ſo rieſenhafte Ausdauer im Lernen und Arbeiten, daß er nach kaum beendigter Lehrzeit von mindeſtens einem Dutzend reicher Gutsbeſitzer, mit deren Söhnen er ſtudirt, unter allen ihm beliebigen Bedingungen gewonnen werden wollte. Doch war es nur das Gefühl der Dankbarkeit, welches ihn antrieb, ſeine Zeugniſſe und dieſe Schreiben dem guten Doctor Burbus einzuſenden, ihn für ſich wählen zu laſſen oder ſich ihm ſonſt gänzlich zur Verfügung zu ſtellen.

Natürlich wurde er hierauf für die Seefeld'ſchen Güter erworben, und da konnte es dann nicht fehlen, daß er an einem ſchönen, duftigen Morgen, während er die Waldungen beſich⸗ tigte, und merkwürdiger Weiſe gerade an der Stelle, wo er da⸗