Fünfundzwanzigſtes Kapitel.
ihm an dem Stamme der Eiche nieder, und nun hörten ſie beide das Herannahen des edlen Thieres, ja, Erich's geübtes Auge erkannte es im nächſten Augenblicke zwiſchen den grauen Stämmen hervorbrechend und hielt faſt den Athem an, um es nicht zu verſcheuchen.
Nicht ſo Schmoller, welcher den capitalen Hirſch nun ebenfalls erblickte und darüber vor Vergnügen mit den Beinen ſtrampelte, aber nur die Idee einer Secunde, während welcher das edle Thier ſtehen blieb, um gleich darauf ſeinen Lauf zu ändern.
In dieſem Augenblicke krachten hinter den beiden Bom⸗ bardieren zwei Schüſſe raſch nach einander, und zwar in ſol⸗ cher Nähe, daß Schmoller ſich mit ſeinem Kopfe tief in die dürren Blätter hineinduckte, und dies um ſo mehr, da gleich darauf von ſeitswärts her ein dritter Schuß knallte, deſſen Kugel, wie der Bombardier ſpäter verſicherte, er an ſeinem Ohr habe vorbeipfeifen hören.
„Ah, das geht über den Spaß,“ rief er aufſpringend, „mir ſcheint, man iſt hier in der Nähe der Reſidenz im offenen Walde ſeines Lebens nicht ſicher! Erlauben Sie mir,“ wandte er ſich an einen jungen Mann in Jagdkleidung, der, ſeine Flinte ſchulternd, raſch aus den Büſchen hinter ihm hervorkam, „das ganz merkwürdig zu finden!“
„Und ich finde es ebenfalls merkwürdig,“ antwortete der Andere in hochfahrendem Tone,„wie man, gelinde geſagt, ſo unbeſonnen ſein mag, ſich mitten in den Bogen eines Treib⸗ jagens zu legen— verſtanden?“
„Allerdings verſtanden, aber nicht recht begriffen!“ gab Schmoller trotzig zur Antwort.„Ich habe nirgendwo ein
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