Teil eines Werkes 
2. Bd. (1870)
Entstehung
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Stubenarreſt und Beförderung. 259

Wohl dachte dieſer Aehnliches und hatte ſich ſchon längſt in ähnlichen Gedanken verloren, ja, er fühlte ſich tief bewegt, wenn er an ſeine Zukunft dachte, und ſchon zuckte ſeine Hand nach jenem kleinen Geldſtücke, das er immer bei ſich trug, um es abermals zu einem Spiel des Zufalles zu verwenden und es, von Schmoller ungeſehen, einer tiefen Spalte des Baumes anzuvertrauen. Doch ſchämte er ſich im nächſten Augenblicke, ſo zweimal auf gleiche Art das Schickſal zu verſuchen, und verbarg die kleine Münze wieder an ihrem früheren Platze. Und nun wollen wir heiter und froh den letzten Reſt unſeres Weges machen! rief er aus.Komm, Schmoller, erhebe dich! Ich fürchte in der That, wir ſind mitten in einen Jagdtrieb hineingerathen; hörſt du jetzt das Halloh der Treiber und ihr Anſchlagen an die Bäume? Komm, wenn wir uns jetzt links wenden und jenem kleinen Fußwege folgen, erreichen wir wahr⸗ ſcheinlich eine breitere Straße.

Was geht mich die ganze Treiberei an, ich habe weder Treiber noch Jäger eingeladen und bekümmere mich den Teufel um ſie ſchau, Erich, was iſt das da vor uns?

Dieſer beugte ſich raſch zu ſeinem Kameraden herab, legte ihm die Hand auf den Mund und flüſterte ihm zu:Ein capi⸗ taler Hirſch, der weit vor den Treibern vorausgegangen iſt! Gib Acht, wie er abſtreicht, wenn er uns hier oben merkt!

Siehſt du denn etwas?

Nein, ich höre ihn nur durch die Büſche brechen und mit den Stangen die Aeſte ſtreifen. Sprich nicht mehr, Schmoller, und bleib unbeweglich liegen!

Nach dieſen Worten kauerte ſich Erich geräuſchlos hinter