Stubenarreſt und Beförderung. 257
16 da kleine Abenteuer, die der Erinnerung werth waren, gegeben. d So verſicherte wenigſtens Schmoller ſeinem Freunde, wenn ſie 1 das betreffende Dorf eine Stunde oder ſo etwas hinter ſich ſ gelaſſen hatten, wobei alsdann der ältere Bombardier, von ü einem Hügel oder ſonſtiger Anhöhe rückwärts ſchauend, irgend e⸗ einen beliebigen Kalendernamen ſeufzend zurückrief. Erich aber, e der wohl wußte, wie gern ſein Freund in Erzählung ähnlicher 1 Abenteuer übertrieb, hatte deßhalb auch wenig Mitleiden mit en all den gebrochenen Herzen, welche nach Schmoller's Verſiche⸗ ner rung hinter ihm zurückblieben. i 1 Da indeſſen auf dieſer kleinen Reiſe nichts beſonders Be⸗ u, V merkenswerthes vorfiel, was von Intereſſe für den Lauf unſerer el Erzählung geweſen wäre, ſo wollen wir den Faden der Be⸗ en gebenheiten wieder aufnehmen am letzten Tage ihres Marſches, n- wo ſie aus ihrem letzten Quartier, ſtatt der Chauſſee zu in folgen, die ſich an der Seite eines breiten Fluſſes auf Um⸗ ne wegen durch ein weites Thal dahinzog, den näheren Weg über in einen bewaldeten Gebirgskamm nahmen, von deſſen Höhe ſie u5 um die Mittagszeit einen herrlichen Anblick genoſſen auf die en in der Ferne vor ihnen liegende, weit ausgedehnte Stadt mit an ihren Kuppeln und Thürmen. Leichte Anhöhen umgaben ſie en, in einem Halbkreiſe, und dieſe Anhöhen waren mit kleinen iſt Feſtungswerken gekrönt.„Leider wird wohl eines davon der r Schauplatz meiner künftigen Thaten ſein,“ meinte Schmoller lb 1 mit bedenklichem Kopfſchütteln;„es iſt ein ziemlicher Weg von ſie 3 da in die Stadt, und da hätte man eben ſo gut ins Kloſter ſie geſchickt werden können. Nun, wir wollen ſehen, was uns die tte Zukunft da unten bringt.“— Sie lagerten ſich auf der Höhe
unter einer mächtigen Eiche und blickten in die prachtvoll herbſt⸗
Hackländer, Der letzte Bombardier. II. 17


