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256 Fünfundzwanzigſtes Kapitel.
Ein bekanntes Geſicht hatte aber Erich, ſchüchtern auf⸗ wärts blickend, dennoch bemerkt, das des Herrn Profeſſors, der am Fenſter ſtand und an den Himmel hinaufblickte. Seine ganze Vergangenheit in Zwingenberg trat damit in einer ſo unangenehmen Lebendigkeit, zugleich mit einer anderen Erinne⸗ rung, vor ſeine Seele, daß er froh war, im nächſten Augen⸗ blicke das Haus hinter ſich zu haben und am anderen Morgen die Stadt.
In jenen glücklichen Zeiten, wo es noch keine Eiſenbahnen gab, welche einen verſetzten Militär mit oft ſo unangenehmer Geſchwindigkeit an ſeinen neuen Beſtimmungsort liefern, wo Poſt⸗ und Eilwagen nur als großer Luxus betrachtet wurden, ſtrich man gemüthlich an der Hand der Marſchroute und unter dem Schutze des„Vorzeiger dieſes“ zu Fuß durch einen guten Theil der Monarchie und nahm das meiſtens wie eine Ferien⸗ oder Vergnügungsreiſe aus der Jugendzeit hin, beſonders in guten, wohlhabenden Gegenden, wo ſich der Ortsvorſteher eine Ehre daraus machte, ein paar einzeln anlangende Militärs in ſeine eigene Wohnung und Abends mit ſich ins Wirthshaus zu nehmen, wo der hübſche Unterofficier und Soldat die Augen der Dorfſchönen auf ſich zog und wo er häufig nach einem Ruhetage mit unruhigem Gemüthe weiterzog, Thränenſpuren, Verſprechungen hinter ſich laſſend, heiße Wünſche und ſonſt noch allerlei mit ſich davonnehmend. Leider war es ſchon ſehr ſpät im Herbſte, als unſere beiden Freunde über Berg und Thal ihrem neuen Beſtimmungsorte entgegenzogen, was ſie dieſe an ſich hübſche Tour nicht ſo genießen ließ, als wenn ſie dieſelbe im Frühjahre oder Sommer gemacht hätten; doch hatte es trotz Morgennebel und kühler Nächte immer noch hier und


