Teil eines Werkes 
2. Bd. (1870)
Entstehung
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254 Fünfundzwanzigſtes Kapitel.

Teufel im Glaſe fängt, der Premier⸗Lieutenant nämlich. Nun, gehab Er ſich wohl, mein Sohn, und wenn ick ihn wiederſehe, hoffe ick, nur Gutes über ihn zu hören!“

Gern hätte Erich die Rechte des guten, alten, biedern Officiers, ſo tapfer im Kriege und ſo wohlwollend für ſeine Untergebenen, der gediegenſte, prächtigſte Kern in allerdings rauher Schale, mit ſeinen beiden Händen ergriffen und an ſeine Lippen gedrückt; doch wäre ein ſolches Unterfangen gerade ſo gut geweſen, wie eine ſchon unterſchriebene Anweiſung für die Hallen des heiligen Auguſtin. Deßhalb ſtand er ſo regungs⸗ los wie möglich, in ſchönſter Haltung, den kleinen Finger an der Hoſennaht, wie es damals zu einer untadelhaften militäri⸗ ſchen Stellung erforderlich war, und that nur das Erlaubte, dem Oberſten nämlich mit langſam gewendeten Augen nach⸗ blicken, würde auch vielleicht in einem leicht begreiflichen Ge⸗ fühle der Verehrung länger ſtehen geblieben ſein, als gerade nothwendig war, wenn ihn nicht ein leichter Schlag auf die Schulter hätte umſchauen machen, wo er dann in das heitere

zeſicht Schmoller's blickte, der ihm lachend verſicherte, daß die

eben Statt gehabte Scene, von Weitem geſehen, ſich recht vor⸗ trefflich gemacht habe.—„Gerechter Himmel, wenn das mir paſſirt wäre, ich glaube, ich wäre abermals zum heiligen Auguſtin geſandt worden!“

Und wenn je eine Befürchtung wahr geweſen wäre, ſo dieſe, denn etwas Dienſtwidrigeres wie Schmoller's Anzug, in welchem er ſeine privaten Verhältniſſe abgewickelt hatte, war nicht leicht denkbar: ſein eigenes, wieder zuſammengeflicktes 8

Beinkleid von viel zu heller Farbe, eine weiße Weſte unter der

halb zugeknöpften Uniform, einen Hemdkragen über der ſchwarzen