250 Fünfundzwanzigſtes Kapitel.
Hände, murmelte ein Wort des Haſſes gegen die hochblonde Pfarrerstochter und flüſterte wohl vor ſich hin: Vergib mir, Kolma, daß ich mir das angethan!
Uebrigens dauerte der Zimmerarreſt der beiden jungen Leute nur kurze Zeit, und ſchon nach vier Tagen erhielten ſie beim Appel ihre nöthigen Papiere eingehändigt ſo wie auch eine Marſchroute mit Verpflegungsanweiſungen und dem Befehl, am andern Morgen nach ihrem neuen Beſtimmungsorte abzu⸗ gehen. Damit war auch der Arreſt aufgehoben und Schmoller beeilte ſich, in der Stadt umher zu traben, um ſeine dringend⸗ ſten Privatverhältniſſe abzuwickeln, während ſich Erich auch gleich von dem Appel hinweg auf den großen Platz begab, wo ſich wohl noch die Bude der Kunſtreiter befand; aber ſie ſelbſt waren nach ihrer letzten Vorſtellung geſtern Abend heute in aller Früh abgezogen. An dem öden Circus vorbei führten ihn ſeine raſchen Schritte nach dem kleinen Hauſe, wo die
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Ticzka gewohnt; doch ſah er auch ſchon hier von Weitem an den offen ſtehenden Fenſtern und Thüren, an Stroh und Papier vor dem Hauſe, daß er zu ſpät komme. Und in der That fand er auch eine alte Frau, die damit beſchäftigt war, die Räume des leeren Hauſes nothdürftig in Ordnung zu bringen.
„Seit wann haben die Bewohner dieſes Haus verlaſſen?“ fragte er die Alte, worauf ſie ihm entgegnete:
„Dienerſchaft und Pferde ſind heute Morgen mit den An⸗ deren abgezogen, während die kranke Dame mit ihrem Be⸗ gleiter einem alten Manne, ſchon vorgeſtern in einem bequemen Reiſewagen abgereiſt iſt.“
„War die Dame noch ſehr krank?“
„So, ſo— blaß genug ſah ſie allerdings aus; die Leute.


