244 Vierundzwanzigſtes Kapitel.
Brigadebefehl herunter gelangen laſſen, worin er ſagt, da es von je her ſein Grundſatz geweſen ſei, einen leichtſinnigen Streich gelinde anzuſehen, wenn nur kein Vergehen im Dienſte oder etwas Unehrenhaftes mit unterlaufen ſei, ſo wollte er die ganze Geſchichte niedergeſchlagen haben; da auch, wie bekannt, ſeine Brigade und die ihm anvertraute Brigadeſchule nur durch drei Sachen in Ordnung gehalten werden könne.. 4
„Das iſt erſtens Ordnung,“ ſagte Schmoller.
„Und zweitens Ordnung,“ lachte Freiberg.
„Und drittens Ordnung,“ fügte der junge Flattich hinzu —„ſo müſſe er nur dieſer Ordnung wegen auf einer exemplariſchen Strafe, aber ohne Stand⸗ und Kriegsrecht, für euch beſtehen.“
„O weh, o weh, ich ſehe acht Tage Mittelarreſt!“ „Macht eilf Tage zu meinen dreien, die ich ſchon habe.“
„Dieſes Mal habt ihr euch getäuſcht und könnt nieder⸗ knieen und der heiligen Barbara, der Schutzpatronin geſammter Artillerie, irgend etwas zum Danke verſprechen; es iſt dieſes
Mal von gar keinem Arreſt die Rede.“
„Hurrah!“ ſchrie Schmoller, von ſeinem Bette auffahrend.
„Aber doch etwas, das dem Freiberg vielleicht ſehr unan— genehm iſt. Du, Schmoller, biſt als räudiges Schaf aus den heiligen Hallen der Brigadeſchreibſtube verſtoßen.“
Hurrah zum zweiten Male!“
„ „Und kommſt zur Feſtungs⸗Compagnie nach der Reſidenz.“ „Hurrah zum dritten Male! Ich achte und liebe den
Feſtungs⸗Artilleriedienſt, er iſt harmlos und bequem— Gott
ſegne den Oberſten!“
„Und ich?“ fragte Erich beklommen.
„Du thuſt mir leid, armer Kerl, aber es iſt doch nicht


