Erich. Der h. Auguſlin und Schmoller. 245
ſo ſchlimm, wie du wohl glauben magſt; du biſt von der Bri⸗ gadeſchule entlaſſen.“
„O, mein Gott, das thut mir weh!“
„Laß mich doch ausreden! Bis auf Weiteres entlaſſen und ebenfalls nach der Reſidenz verſetzt.“
„Alſo nicht weggeſchickt? A— a— ah?“
„Nach der Reſidenz verſetzt zu der dort befindlichen reiten⸗ den Batterie.“
„Schrei' Hurrah!“ rief Schmoller.„Denke dir, aus der Schulſtube, von den ſtaubigen Büchern hinweg zu einer reiten⸗ den Batterie!“
„Und“— ergänzte der junge Flattich in einer feierlichen Miene, ja, mit einem Anfluge von Rührung—„als Bom⸗
bardier!“
„Hurrah!“ ſchrie nun auch Erich, und„Hurrah!“ brüllte Schmoller, und„Hurrah“ rief Flattich, was aber zuſammen einen ſo gewaltigen Spectabl gab, daß der Gefängnißwärter, der ſich zurückgezoger hatte, herein lief, um ſich nach dieſem ungebührlichen Färm in den Hallen des heiligen Auguſtin zu erkundigen. Doch wußte ihn Flattich durch einige paſſende Worte und auch ſonſt durch noch etwas zu beſänftigen, daß er nick nur ſeine Laterne da ließ, ſondern auch den jungen Flattih ſelbſt— der allerdings zu einem Beſuche bei den Ge— fanſenen ſchriftlich autoriſirt war—, und obendrein noch ver⸗ ſpꝛach, dieſen nach zwei Stunden aus dem Arreſtlocale zu jen.
Dann brachte Flattich aus der linken Taſche ſeines Mantels eine halbe Flaſche Rum zum Vorſchein, aus der rechten aber
ein Fläſchchen Spiritus und ein altes Kochgeſchirr, und da in


