Teil eines Werkes 
2. Bd. (1870)
Entstehung
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Erich. Der h. Auguſtin und Schmoller. 239

es wird Wochen lang dauern, darauf kannſt du dich verlaſſen! Ich habe vor, irgendwie, wo, weiß ich allerdings noch nicht, eine kleine Anleihe zu machen, und wenn es dir vielleicht ge⸗ fällig wäre, hier bei meiner Fenſterpantomime handelnd einzu⸗ treten, ſo werde ich dich auch ſpäter an dem Ergebniß derſelben Theil nehmen laſſen. Natürlicher Weiſe nimmſt du die Ge⸗ ſpielin über dich, die auch nicht übel iſt.“

„Meinetwegen, was habe ich zu thun?“

„Du trittſt an meine Seite, ohne aber vor der Hand hinüber zu ſchauen, und lehnſt dich mit geſenktem Haupte an meine Schulter, ſo, als wenn du meinem wehmüthigen Geſange lauſchteſt.“

„Deinem Geſange mit Ofenſchaufel⸗Begleitung!“

„Dann ſchauſt du plötzlich auf, ſcheinſt entzückt, begeiſtert, legſt darauf wie geblendet, deine Hand vor die Augen, worauf ich dich aus Zartgefühl ſchleunigſt entſerne.“

„Gut, iſt dir mein Ausſehen recht?“

„Es iſt ordentlich. Jetzt ſprich zu mir: Aber, Schmoller, das ſind ein paar wunderhübſche Mädchen— ah, der Teufel! — Gut, jetzt die Blendung vor die Augen, nun die Blendung fort, ſchieße ein paar mörderiſche Blicke hinüber, und dann verſchwinde!“

Vielleicht war der Eindruck, den dies alles auf die beiden jungen Mädchen gegenüber machte, doch nicht ganz ſo, wie ihn Herr Schmoller erwartet, ſie ſchienen luſtig aufzulachen, um aber hierauf von dem Fenſter zu verſchwinden.

„Aller Anfang iſt ſchwer,“ meinte der Bombardier achſel⸗ zuckend, indem er die eiſerne Schaufel wieder in das Kohlen⸗ becken warf;„doch ſind ja einzelne Tropfen im Stande, den