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Erich. Der h. Auguſtin und Schmoller 229
„Gut und ſicher zu deponiren.“ Schon die erſten Zeilen des erſten Briefes, die er las, ja, das Datum deſſelben verſcheuchten jenen guten Vorſatz und ließen ſeine Augen mit größtem In tereſſe über die Zeilen fliegen.
Der Secretär des alten Grafen Seefeld meldete in jenem erſten Briefe, welcher ſchon über zwei Jahre alt und genau aus jener Zeit war, wo Erich, der Wilddieberei verdächtig, nach der Waldburg gebracht worden, daß er die Zigeuner, die
noch in derſelben Nacht das Schloß verlaſſen hätten, nicht aus
den Augen verlieren würde und daß es ihm gelungen ſei, Einen von der Truppe durch eine allerdings beträchtliche Summe zu gewinnen, der ihm verſprochen, ihn von Zeit zu Zeit von dem Aufenthaltsorte derſelben zu benachrichtigen....„Was die kranke Frau anbetrifſt, ſo wurde derſelben auf Befehl der Frau Grä ſin ein Zimmer im Schloßflügel angewieſen und Doctor Her bert wußte ſie zu beſtimmen, eine Zeit lang da zu bleiben, bis ſich ihr ſehr gefährlicher Krankheitszuſtand wieder etwas ge mildert; von einer völligen Geneſung konnte übrigens keine Rede ſein, da ſie an einem vernachläſſigten, unheilbaren Bruſt übel litt, und war es überhaupt ſchwer, ſie längere Zeit da zu halten, da ſie, wie alle Kranken ähnlicher Art, durch aus nicht krank zu ſein glaubte und ihre tiefe Erſchöpfung nur einem vorübergehenden leichteren Unwohlſein zuſchrieb. „Die Frau Gräfin, deren oft eigenthümliche excentriſche Träume Eurer Erlaucht wohl bekannt ſind, ſorgte ſelbſt aufs Angelegentlichſte für ſie, und man mußte es geſchehen laſſen, daß ſie täglich mehrere Stunden lang bei der Kranken und deren Tochter blieb. Hatte ſie es doch aufs ſtrengſte verboten,
dem Herrn Grafen über den Aufenthalt der kranken Frau im


