Erich. Der h. Auguſtin und Schmoller. 221
Brigadeſchüler, wie kann Er ſich unterſtehen, dat Portepee zu tragen, dat Seine Majeſtät der König— mit abermaligem Salutiren des Federhutes— für ſolche erſchaffen, die durch
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Fleiß, gute Aufführung, Kenntniſſe und vor Allem durch Ord⸗
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nung etwas in der Welt geworden ſind!? Rede Er, aber mit Vorbedacht, daß Er Alles ſpäter vor dem Standrechte ſo wie⸗ derholt, wie er es hier vor ſeinem Oberſten ausſagt— rede Er!“
Nun gerieth aber Erich auf dem abſchüſſigen Pfade des Lügens durch dieſen neuen Anſtoß immer tiefer hinein, und als er erzählt, der Bombardier, der zurückgeblieben ſei, habe ihm ſeinen Säbel zum Tragen gegeben und er denſelben eigentlich unbewußt umgehängt, fühlte er wohl, daß ihm die Flut bis an den Hals gienge und er unter dem Drucke der zornigen Augen des Oberſten ſowie der finſteren Blicke des tief erſchütterten Brigade⸗Adjutanten nur noch mühſam nach Athem ſchnappen konnte.
Der Oberſt war durch die ungeheure Schuld äußerlich wenigſtens ruhiger geworden und gieng überlegend mit dröhnen⸗ den Schritten hin und her, wobei er aber in Wirklichkeit einer auf dem Boden dahinrollenden Kugel glich, die beim erſten Hinderniſſe, welches ſie berührt, wieder in einem hohen Bogen durch die Luft davongeht. Und dieſes Hinderniß, welches ſich ihm darbot, war der unglückliche Schmoller ſelbſt, den er bei einem Blicke durchs Fenſter ſpähend an der Ecke des Platzes ſtehen ſah. Dieſem Unglücklichen war die Zeit zu lang gewor⸗ den, er hatte ſich auf Schleich-⸗ und Kreuzwegen vorgewagt, um nach Erich zu ſehen, und hatte kluger Weiſe zu einem Lauer⸗ poſten jene Ecke, wo er ſtand, ausgeſucht, von wo er drei


