Erich kommt ins Unglück. 199
Nacht, viel Dichtung, wenig Wahrheit, von letzterer eigentlich nur, daß er den betreffenden Arreſtzettel auf der Kanzlei habe liegen laſſen und daß der junge Flattich wohl ſo gefällig ſein würde, dieſen ſo bald als möglich dort unter herumliegenden Papieren zu ſuchen und herbei zu bringen.
„Das Beſte alsdann iſt,“ fuhr er fort,„daß ich mich für heute Morgen krank melde und mich ſo bald als möglich zur Caſerne hinausſchleiche, um dieſen unglücklichen Kerl in Arreſt zu bringen. Was nun euch anbelangt, ſetzte er mit erhobener Stimme hinzu, indem er unter einer ſchwungvollen Handbewe⸗ gung auf die Trümmer ſeines Bettes wies, ſo hoffe ich, ihr werdet daran genug haben und nebenbei ſo anſtändige Kame⸗ raden ſein, um über die anderen Geſchichten eure ehrenwerthen Mäuler zu halten.“
Unterofficier Block verbürgte ſich in dieſer Richtung alles Ernſtes für die Uebrigen, welche denn auch erklärten, daß ſich Keiner eines ſolch gemeinen Verrathes ſchuldig machen würde, worauf auch der junge Flattich, ſobald dies möglich war, auf der Kanzlei den Arreſtzettel ſuchte und fand, derſelbe war zwi⸗ ſchen andere Papiere gerathen. Dann begaben ſie ſich auf die Schreibſtube, wo es dem Unterofficier Block das größte Ver⸗ gnügen machte, heute, wo gerade ſehr dringende Arbeiten vor⸗ lagen, den Bombardier Schmoller beim Brigadeſchreiber krank melden zu können.
Erich und der Bombardier blieben auf der Stube zurück und berathſchlagten, was weiter zu thun ſei..
„Vor allen Dingen,“ ſagte Schmoller, muß ich meinen Säbel und meine Brieftaſche wieder zu erlangen ſuchen; letztere
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