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Geſellſchaftliche Verpflichtungen Schmollers. 195
geweſen, meinem dringendem Geſchäfte nachzugehen— und wäre alsdann nicht— und wäre nicht ſo— kurz, ich wäre nicht ſo, wie ich wäre, und läge jetzt beruhigt in meinem Bette.— Nein, ich kann dir verſichern, Freiberg, ich bin ein guter Kerl, aber wenn man mir ſo ans Leben geht, ſo werde ich rabiat und bin ganz des Teufels!“
„Dadurch erfahre ich aber nicht im geringſten, was dir begegnet iſt!“
„Soll ich vielleicht hier in der finſtern Nacht, auf der kalten Straße auskramen?
„Gut denn, gehen wir in die Wachtſtube; mich friert's ebenfalls.“
„Soll ich vielleicht bei dem langweiligen Hellwig meine Blöße aufdecken?“
„So wollen wir denn in des Himmels Namen auf deine Stube gehen; Block und Flattich ſind gute Kameraden und werden uns nicht verrathen.“
„Verrathen allerdings nicht, aber du weißt, ich bin ſehr empfindlich, ich haſſe alle Sticheleien, worin beſonders der naſe⸗ weiſe Flattich ſehr ſtark iſt.— Aber im Grunde haſt du Recht ich bin ſo durchfroren, daß alle Pfeile des Spottes von mir abprallen müſſen, und wenn ſie es zu arg machen, ſo präſentire ich ihnen eine Scheibe, mit der ſie zufrieden ſein ſollen!“
Damit traten ſie in den Caſernenhof zurück, drückten ſich an dem Wachpoſten ſo gut als möglich vorbei, tappten ſich dann über die finſteren Treppen und den langen, dunkeln Corridor, wo alle Lampen längſt erloſchen waren, bis zur


