Teil eines Werkes 
1. Bd. (1870)
Entstehung
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272 Dreizehntes Kapitel.

wenn Seine Excellenz nämlich die Gnade haben, das zu erlauben!

Warum nicht, und wir können alsdann, wenn die gnä⸗ dige Gräfin es geſtattet, ihn je nachdem mit einigen Gläſern Wein belohnen oder beſtrafen!

Erzählen Sie, Horn!

Der junge Dragoner-Officier erhob ſich, wiegte ſich ein paar Mal coquet in den Hüften und nahm alsdann aus einem vor ihm ſtehenden Fruchtaufſatze eine Orange, die er mit der weißen Serviette anfaßte und als Zeichen ſeiner tiefen Trauer, in Ermangelung einer Citrone, hoch emporhielt, was von den Umſitzenden mit einem heiteren Lachen begleitet wurde.

Ruhig, meine Herren! Ehre dem tapferen Gefallenen!

Der ſelige Horn ſpricht!

Und hoch weg über mir ging die Gewalt der Roſſe, keinem Zügel mehr gehorchend, declamirte der junge Dragoner⸗ Officier,und ich dachte in der That, von der reitenden Bat⸗ terie des Hauptmanns von Brandt, welche Dagobert mit ſeinen Huſaren an jenem Morgen beinahe genommen hätte, überritten zu werden, ſo wild jagte ſie daher, und ich ſah ſchon den rothen Schnurrbart ihres grimmigen Chefs wie ein Irrlicht durch die Finſterniß leuchten....

Da müſſen Sie gute Augen haben, Herr Lieutenant, bemerkte trocken der Commandeur der Artillerie;ich gönne es Ihnen für ein anderes Mal.

Danke beſtens, Herr Oberſt⸗Lieutenant; doch waren mir in dieſem Augenblicke erſt die Augen ſo klar aufgegangen, daß ich deutlich ſah, welch Unheil ich angerichtet, und um das wieder gut zu machen, ſchlich ich mich bei der herrſchenden