Teil eines Werkes 
1. Bd. (1870)
Entstehung
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Angenehme Fortſetzung der Manbvertage. 271

Neben der Gräfin und gegenüber Herrn Chriſtian Kurt befand ſich zur Rechten der Oberſt des Dragoner⸗Regiments, von Schwenkenberg, ſo wie zur Linken der Commandeur der Artillerie⸗Brigade, ein langer, hagerer Mann mit einem ernſten, ausdrucksvollen Geſichte, ſtark ergrautem Haar und dazu mit einem Barte von ſolcher Schwärze, daß man hier künſtliche Nachhülfe vermuthen konnte.

Den meiſten Lärm bei den jungen Officieren erregte das affectirt kummervolle Geſicht des ſeligen Grafen Horn dieſes Prädicat war ihm geblieben, und wenn er zuweilen nach ſeinem Oberſten hinüberſchielte und einem Blick deſſelben begegnete, ſo zuckte er förmlich zuſammen, zur größten Heiter⸗ keit der um ihn ſitzenden Kameraden, worauf dann der Oberſt, ihm mit dem Finger drohend, ſcherzhaft hinüberrief:Sie haben bei allem dem das koloſſalſte Glück gehabt, junger Herr!

Doch auch ein klein wenig Verdienſt, warf der com⸗ mandirende General mit einem würdevollen Lächeln ein. Wir müſſen hier bemerken, daß Graf Horn, als ein ſonſt brillanter Officier, das verzogene Kind des Regiments und der Liebling der ſogenannten Geſellſchaft war. Er war nämlich ſehr reich, hielt vortreffliche Pferde und war bei den Hofbällen unſchätzbar als Tänzer verſchiedener Prinzeſſinnen ſo wie als Arrangeur der ſchönſten Cotillon⸗Touren; ihm konnte ein glän⸗ zendes Avancement nicht fehlen.

Und worin beſtand das Verdienſt dieſes jungen Herrn? fragte der ernſthafte Officier der Artillerie mit dem ſchwarzen Barte.

Das ſoll er ſelbſt erzählen, rief Dagobert herüber,