Teil eines Werkes 
4. Bd. (1858)
Entstehung
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nommen wurden. Dann ordnete man ſich wieder wie vor⸗ hin und unter dem Klange luſtiger Muſik trat man den Rückweg nach dem Herrenhauſe an, wo bald die Freude und Luſt unumſchränkt herrſchten.

Daß man im Bankettſaale die Tiſche mit den herrlich⸗ ſten Speiſen und Getränken beſetzt fand, braucht nicht erſt beſonders verſichert zu werden. Heiterkeit und Frohſinn würzten das Mahld; viele ſinnige Trinkſprüche wurden aus⸗ gebracht unter Trompetenklang und Paukenwirbel und ju⸗ belnd ſtimmten in jedes Hoch die Bewohner des Dorfes mit ein, welche unten in den Lauben des Hofes reichlich bewirthet wurden. Nach dem Mahle zerſtreuten ſich die Gäſte in die ſchattigen Gänge des Gartens und Jeder gab ſich ohne Rückhalt der Freude und dem Vergnügen hin, wo⸗ für ſo reichlich geſorgt war. Niemand aber gab ſeine Freude offener kund, als Herr Petrus Reinhold. Er verſicherte dem ihm lächelnd zuhörenden Ottokar, daß Kurfürſt Friedrich der vortrefflichſte Fuͤrſt im ganzen Reiche ſei; daß er nie ein edleres Herz gefunden, als bei ſeinem Vetter Ottokar; daß Herr Boytin und Meiſter Trennert die wackerſten Männer in den beiden Städten ſeien; daß in der ganzen Kleriſei es nicht frömmere und geſcheidtere Prieſter gebe, als Pater Johannes und der Pfarrer zu Britz es wären; und daß ſeiner Lieſel kein Mädel gleichkomme, ausgenommen ſeine holden Mühmchen Klara und Lisbeth, die noch beſſer ſeien; daß aber auf der ganzen Welt Keiner zu finden ſei, der ſich an Glück mit ihm meſſen könne.

Als der Abend hereinbrach, rief die Muſik zum Tanze und oben im Saale, wie unten auf dem Hofe wogte der fröhliche Reigen. Wieder bis in die Nacht hinein währte die Luſt und als der Kurfürſt mit ſeiner Gemahlin zu ſpäter Stunde den Ort des Feſtes verließen, um nach dem Hohen Hauſe in Berlin ſich zu begeben, verſicherten die fürſtlichen Gäſte ihren erfreuten Wirthen, ſelten ſo ſchöne und fröh⸗

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