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paare und die Zeugen vor den Altar, wo der ehrwürdige Pfarrer von Britz die Traurede hielt; in ergreifenden Wor⸗ ten ſprach er von den wunderbaren Fügungen des Höchſten, der ſtets Alles ſo herrlich hinausführt, und rührte ſeine Zu⸗ hörer, beſonders die zarten Frauen und Jungfrauen, bis zu Thränen, die ihm ſelber reichlich in den grauen Bart hinab⸗ rannen. Darauf ermahnte er ſo herzlich die Brautpaare, Jegliches mit einander nun auszuharren in unwandelbarer Liebe und Treue, gemeinſam zu tragen Freude und Leid und Einer des Andern Vorbild zu ſein im Gottvertrauen und chriſtlichen Wandel, daß auch Mancher von den anderen Zu⸗ hörern in ſich ging und ſich mit Ernſt vornahm, künftighin es ſtrenger zu nehmen mit dem Geluͤbde, welches er einſt an gleicher Stätte abgelegt.
Als nun das inhaltsſchwere Ja! ſo freudig den Lip⸗ pen der Brautpaare— hier laut, da leiſe— enttönt und das bedeutungsvolle Wechſeln der Ringe geſchehen war, da legte der fromme Prieſter die Hände auf die zu den Stufen des Altars Knieenden, ertheilte dem Bunde ihrer Herzen die Weihe der heiligen Kirche und rief inbrünſtig des Himmels Segen auf Sie herab. Und als er das Amen geſprochen, meinten Viele ein wunderbares Klingen in der Kirche zu vernehmen, wie wenn der Segen von Geiſterſtimmen wieder⸗ holt und beſtätigt würde und das erſt ſanft vertönte, als der feierliche Schlußgeſang„Herr Gott, Dich loben wir!“ durch den Tempel brauſete. Ottokar und Lisbeth aber wa⸗ ren ſich in freudigem Erbeben bewußt, die Stimme ihrer verklärten Mutter vernommen zu haben.
In tiefer Bewegung verließen Alle nach beendeter Feier⸗ lichkeit das Gotteshaus.
Draußen empfingen die Brautpaare die zahlreichen und herzlichen Gluckwünſche, die ihnen ſowohl vom Kurfürſten und ſeiner Gemahlin, wie auch vom niedrigſten Dorfbewoh⸗ ner dargebracht und von ihnen mit gleichem Danke hinge⸗


