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dar an uns rächt und zwar um ſo furchtbarer, je mehr wir es vor der Welt zu verbergen, je eifriger wir ſelber uns einzureden ſuchen, daß wir das Unrecht nur begangen, weil wir nicht anders konnten! Stets werden wir dann inne werden, daß wir nie thörichter gegen uns ſelber handelten⸗ als da wir mit Aufwendung aller unſerer Klugheit meinten gefunden zu haben, daß wir durch ein uns nur gering dün⸗ kendes Unrecht ein großes Uebel beſeitigen könnten! Wohl dem Menſchen, der ſich durch Nichts vom geraden Wege des Rechtes abbringen läßt; er iſt der Weiſeſte, wenn ihn gleich die Welt oft einen Thoren nennt!
— Und Alles in Allem genommen, erſieht man aus dieſen Geſchichten, verſetzte Pater Johannes, daß unſer Herr⸗ gott, wenn es ihm die Leute zu bunt treiben und ſeiner ganz und gar vergeſſen haben, urplötzlich mit ſo wunderbaren, erſchütternden Ereigniſſen unter ſie fährt, wie an jenem Tage, als unſerm jungen Freunde das Urtheil geſprochen werden ſollte. Und warnend ruft daraus uns ſeine Stimme zu: Ich bin noch da, Ihr Leute, und ſehe Alles und komme wie der Dieb in der Nacht, den Guten zum Troſte und den Böſen zum Schrecken! Darum, wer Ohren hat zu hören, der höre!
— Ja, wunderbar genug iſt Alles dabei zugegangen, meinte Peter, der mit aufmerkſamem Schweigen bisher den Geſprächen und Meinungen zugehört hatte. Und wenn's nicht Alles wahr wäre, ſo würde man's ſchier nicht glauben können!
Alle lächelten ob dieſer Rede; der Kurfürſt aber nickte ihm freundlich Beifall zu und gab dann das Zeichen zum Aufbruch, indem er ſich erhob.
Boytin führte ſeinen erlauchten Herrn in das für ihn beſtimmte Schlafgemach und gleichen Dienſt verrichtete Frau Katharine bei der Kurfürſtin. Ottokar, Klara und Lisbeth ließen es ſich angelegen ſein, auch den älteren Gäſten, die


