Teil eines Werkes 
4. Bd. (1858)
Entstehung
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recht böſe zu ſein? Ich hatte mich ſo ſehr gefreut, als mir mein Herr und Gemahl verhieß, in Dir eine ſeit Langem

mjt gewünſchte Gefährtin und Freundin mir zuzuführen, mir 4 5 gleich an Alter, Geſinnung und Neigung, und dieſe Freude 3 6 haſt Du Böſe mir verdorben durch Deine ſtolze Weigerung. 3 . Doch zürne ich Dir nicht mehr deswegen, ſetzte die Fürſtin dns lächelnd hinzu, als Lisbeth verwirrt einige Entſchuldigungen de vorzubringen verſuchte; die triftigſte Entſchuldigung ſteht Dir nds⸗ ja zur Seite! 3* chen Als nun aber das dritte Brautpaar an die Reihe kom⸗ 5*

men ſollte, war der Bräutigam nicht im Saale zu finden als und Niemand wußte, wo er geblieben. Bald aber hörte* ſau⸗ Ottokar, der an ein Fenſter getreten war, ſeine laute Stimme, eich und als ſeine Blicke dem Schalle folgten, ſah er denn, was and den Vermißten von der Seite ſeiner Lieſel entfernt hatte.

In dem Kreiſe der Reiſigen des kurfürſtlichen Gefolges

und* ſtand Herr Petrus Reinhold, ehrſamer Bürger zu Kölln, eine und kredenzte ihnen den vollen Humpen, welchen er ſelber eiſe, nebſt zugehörigem Imbiß herbeigeſchleppt hatte. Dabei er⸗ et⸗ kundigte er ſich theilnehmend nach allen Freunden und Be⸗

kannten und erzählte den ſtaunenden Zuhörern, welches Glück in ihm geworden und welch ein Prachtmädel ſeine Braut ſei. Be⸗ Man ſah und hörte es ihm an, wie ſehr er ſich des Wie⸗

derſehens ſeiner früheren Gefährten freute. iene⸗ Ottokar theilte lächelnd ſeine Entdeckung mit. Jor⸗- Fürwahr, ihn hat die unvermuthete Wendung ſeines nutr Geſchicks weder ſtolz noch hochmüthig gemacht ein leider nte, gar ſeltener Fall! ſprach der Kurfürſt. Es gereicht ihm dies nen Benehmen zu großer Ehre! Doch warum iſt die laute Luſt une der Leute da unten, die uns ſchon vor dem Dorfe zu unſerer ſſe⸗ Freude entgegenſchallte, jetzt verſtummt? wandte er ſich fra⸗ ber gend zu Boytin.

Die ſchwarzen Brüder. IV.

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